Personal in einem Krankenhaus in Großbritannien zieht eine Spritze mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff gegen das Coronavirus auf. (Symolbild)
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Vermutlich beginnt die Impfaktion im Kreis Freising am Sonntag im Seniorenzentrum Zolling. Symbolbild

Zunächst stehen 100 Dosen zur Verfügung

Historischer Pieks: Corona-Impfaktion im Kreis Freising beginnt wohl am Sonntag im Zollinger Seniorenzentrum

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Am Sonntag soll nicht nur der Corona-Impfstoff im Kreis Freising eintreffen: Vermutlich werden an diesem Tag bereits auch die ersten Landkreisbürger geimpft.

Landkreis – Die Corona-Impfaktion wird im Landkreis Freising aller Voraussicht nach doch bereits am Sonntag, 27. Dezember, beginnen. Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, stehen für den Landkreis am Sonntag zunächst 100 Dosen zur Verfügung, ehe dann am Montag weitere 975 Dosen geliefert werden. Die ersten Landkreisbürger, die mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer geimpft werden, könnten dem Vernehmen nach die Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums Zolling sein, das mit der ersten Charge am Sonntag durchgeimpft werden soll. Das sei zwar mehr ein symbolischer Akt. Wichtig sei aber, zu zeigen, dass auch im Landkreis Freising die Impfaktion beginnt – und zwar schon am Sonntag wie in vielen anderen bayerischen Landkreisen auch.

Im Impfzentrum wird zunächst aber noch nicht geimpft

Ab Montag sollen dann zwei mobile Impfteams im Einsatz sein und in den nächsten drei, vier Tagen die 975 Dosen verimpfen, die der Landkreis zunächst erhalten soll. Zeitnah wird dann nachbestellt, um eine weitere Charge mit 975 Dosen des Impfstoffs zu erhalten. „Wir hoffen natürlich sehr, dass dann die Anschlusslieferung ohne Verzögerung erfolgt“, berichtet Eva Zimmerhof, Sprecherin des Landratsamts Freising. Aber: „Ganz klare Ansagen hierzu haben wir nicht.“

Wichtig: Das Impfzentrum an der Steinkaserne ist zwar bereits betriebsbereit und vollständig eingerichtet. Dort wird aber in den nächsten Wochen noch nicht geimpft. Eine Anmeldung zum Impfen ist für Angehörigen der ersten Gruppe, der Senioren über 80 Jahre, im Landkreis Freising, deshalb auch noch nicht möglich. Zuerst werden, wie berichtet, die Bewohner und Mitarbeiter der zwölf Seniorenheime im Landkreis geimpft. Das sind etwa 2400 Bürger. Wie viel Impfwillige darunter sind, steht noch nicht exakt fest. Man rechnet aber, dass diese erste Impfaktion ein paar Wochen dauert, ehe man mit dem Impfen der übrigen Ü80-Senioren im Landkreis beginnen kann. „Die Seniorenzentren haben oberste Priorität“, betont BRK-Kreischef Albert Söhl.

Das BRK und die Johanniter, die die Impfaktion durchführen, bitten um Geduld: Bitte nicht anrufen und keine E-Mails schicken. Nachdem das Impfzentrum vorgestellt worden war, liefen beim BRK die Telefone heiß. Außerdem wurden die E-Mail-Eingänge geflutet. BRK-Chef Söhl: „Wir geben rechtzeitig Bescheid, wenn man sich anmelden kann und wenn es dann im Impfzentrum losgeht.“

2329 Anrufe in 20 Minuten

In Erding, der als einer der ersten Landkreise eine Hotline zur Anmeldung freigeschaltet hat, gingen am Dienstag in 20 Minuten 2329 Anrufe ein. Auf einen zeitnahen Termin werden die meisten aber warten müssen.

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