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Im Dauereinsatz waren zum Höhepunkt der Krise Anfang April die Einsatzkräfte, etwa die des THW und der Feuerwehr beim Mischen von Desinfektionsmittel. 

Ab März ging‘s rund

Die Corona-Krise im Zeitraffer: Chronik der Entwicklung im Kreis Freising

Der erste Covid-19-Patient im Landkreis Freising wurde dem Gesundheitsamt am 29. Februar gemeldet. Hier der bisherige Verlauf im Zeitraffer:

Landkreis Der erste Covid-19-Patient im Landkreis Freising wurde dem Gesundheitsamt am 29. Februar gemeldet. Seitdem waren neben dem Gesundheitsamt besonders die Führungsgruppe Katastrophenschutz und ihre Fachberater gefordert, um den Landkreis sicher durch die schwere Krise zu steuern – die noch nicht beendet ist. Hier der bisherige Verlauf im Zeitraffer:

  • Januar: Das Virus taucht in China auf. Wie gefährlich ist es für uns? Das weiß niemand wirklich. Im Januar versendet das Gesundheitsamt Freising an die Ärzteschaft im Landkreis per E-Mail Informationsmaterial zu SARS-CoV-2, zu Hygienemaßnahmen und der Meldepflicht entsprechend Infektionsschutzgesetz (IfSG).
  • 4. Februar: Mitarbeiter des Gesundheitsamts Freising führen die erste Abstrichuntersuchung auf SARS-CoV-2 bei einer asymptomatischen Kontaktperson durch (negatives Ergebnis).
  • 7. Februar: Das Gesundheitsamt Freising richtet eine Rufbereitschaft ein. Abstrichuntersuchungen bei Verdachtsfällen werden durchgeführt (negative Ergebnisse).

Erster bestätigter Fall am 29. Februar

  • 29. Februar: Erster bestätigter Fall von SARS-CoV-2 im Landkreis Freising.
  • 1. März: Pressekonferenz zum ersten bestätigten Fall.
  • 2. März: Erste Abfrage zur Verfügbarkeit von Schutzausrüstung auf dem Markt.
  • 3. März: Der Landkreis richtet eine Koordinierungsgruppe ein, schaltet ein Bürgertelefon und beruft einen Runden Tisch mit Vertretern aus Landratsamt, Gesundheitsamt, Klinikum, Ärzteschaft und Hilfsorganisationen ein, der am
  • 5. März erstmals zusammentritt. Anfang März: Altenheime erhalten Informationsmaterial und Handlungsanweisungen zur SARS-CoV-2-Pandemie durch das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht. Erste Märzwoche: Einstieg in das Beschaffungswesen und Verteilung der ersten Mund-Nase-Schutz- und FFP-2-Masken an niedergelassene Ärzte und ans Klinikum.

Grundschule Au wird geschlossen

  • 6. März: Nach einem Positivbefund wird die Grundschule Au geschlossen.
  • 10. März: Das Landratsamt entsendet eine Verbindungsperson ins Gesundheitsamt.
  • 13. März: Eine Teststelle im Landkreis-Bauhof in Zolling soll eingerichtet werden. Sie geht am 18. März in Betrieb.

Katastrophenfall festgestellt

  • 16. März: Feststellung des Katastrophenfalls.
  • Zweite Märzhälfte: Im Landratsamt finden jetzt täglich Besprechungen in wechselnder Besetzung statt. Der Landkreis hält Rücksprache mit den Alten- und Pflegeheimen in Bezug auf deren Isolierkapazitäten und Schutzausrüstung. Im Landratsamt findet ein Runder Tisch zum Informationsaustausch mit den Einrichtungsleitern von Alten- und Pflegeheimen und Vertretern des Landratsamts statt. Mitarbeiter des Gesundheitsamts begehen die Senioren- und Pflegeheime hinsichtlich der Hygienemaßnahmen. Zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten stellt der Landkreis ein Hotel zur Verfügung, um dorthin gesunde Bewohner zeitweise unterbringen zu können. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt werden etwa 40 Mitarbeiter des Landratsamts für die Kontaktpersonenermittlung abgeordnet, noch weit bevor der Begriff „Contact-Tracing-Team“ auftaucht. Später schickt die Staatsregierung Mitarbeiter aus Ministerien und Regierungen, die dann schließlich ab Anfang Mai an der Realschule Freising II ihren Arbeitsplatz erhalten und die Aufgabe übernehmen. Die Staatsbrauerei Weihenstephan liefert Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmittel. Im weiteren Verlauf stellen Feuerwehr und THW immer wieder selbstständig Flächendesinfektionsmittel her.

Beatmungsgeräte werden knapp

  • Anfang April:Die Krise erreicht ihren Höhepunkt. Am Klinikum liegen bis zu 67 Corona-Patienten, die Intensivstation ist brechend voll, Beatmungsgeräte werden knapp.
  • Mitte April:Die strengen Auflagen und Kontaktbeschränkungen zeigen Wirkung. Die Zahl der Neuinfektionen geht langsam zurück, die Zahl der Corona-Toten aber steigt weiter.
  • 27. April: Zum Start des Unterrichts für die Abschlussklassen stellt der Landkreis einmalig für jeden Schüler und jede Lehrkraft der landkreiseigenen Schulen je eine Maske zur Verfügung – ein „Starterset“.
  • 11. Mai:An den Schulen im Landkreis wird ein Drittel der Schüler wieder unterrichtet, eine Woche später mehr als die Hälfte. Landrat Helmut Petz beschließt in Zusammenarbeit mit den Kollegen, allen Schulen – sämtliche Schularten eingeschlossen – anzubieten, sie vorsorglich mit Mund-Nase-Schutz auszustatten. Jede Schule, die sich anmeldet, erhält jeweils 500 Masken.
  • Mai: Der Landkreis beschließt, auch den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, Masken beim Landratsamt abzurufen und an die Bevölkerung auszugeben, als die Maskenpflicht eingeführt wird. Außerdem erhalten alle Kirchen im Landkreis für die nun wieder erlaubten Gottesdienste jeweils zehn Liter Handdesinfektionsmittel – alles ausgefahren vom THW Freising.
  • Juni: Fast keine Neuinfektionen mehr. Immer mehr Lockerungen. Es gibt nur noch ein Thema: Wohin darf/kann/soll man in den Urlaub fahren?

Quelle: Landratsamt Freising

Aktuelles im Landkreis Freising

Während des Corona-Lockdowns konzentrierte sich das Leben der meisten Menschen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dementsprechend fiel mehr Müll an. Freising bestätigt den deutschlandweiten Trend.

Langsam geht es wieder los: Oliver Dorn, Leiter der Volkshochschule Freising, und sein Team fahren die Einrichtung gerade hoch. Trotz aller Widrigkeiten ist der Chef optimistisch.

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