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Kostenlose Teststation: Am Flughafen München können sich Reiserückkehrer auf Corona testen lassen.

Derzeit 117 Quarantänefälle im Landkreis

Corona: Mindestens hundert Reisende sind aus Risikogebieten zurück in Freising

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Schon jetzt hat es der Landkreis Freising mit mindestens hundert Menschen zu tun, die aus Corona-Risikogebieten zurückkehren. Die Dunkelziffer ist höher, und die Ferien haben gerade erst begonnen.

Freising – Die Urlaubswelle rollt – und mit ihr steigt auch die Zahl der Menschen im Landkreis Freising, die sich in Quarantäne begeben müssen. Denn wer derzeit in eines der 131 Länder einreist, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft werden, ist verpflichtet, sich nach der Rückkehr unverzüglich in Quarantäne zu begeben. Zudem müssen sich die Betroffenen beim zuständigen Gesundheitsamt melden.

„In den vergangenen zwei Wochen haben sich etwa 100 Reiserückkehrer gemeldet, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben“, berichtet Robert Stangl, Sprecher des Landratsamtes. Er geht aber nicht davon aus, dass alle, die etwa einen Urlaub in Spanien oder der Türkei hinter sich haben, auch wirklich ihrer Informationspflicht nachkommen. „Es ist damit zu rechnen, dass es eine Dunkelziffer gibt.“ Eine Ausnahme gibt es allerdings, betont Stangl: Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, die nach einem Rachenabstrich ein ärztliches Zeugnis mit einem negativen Testergebnis vorlegen können.

Zahl der Rückkehrer steigt schon zu Beginn der Ferien

Das Landratsamt rechnet damit, dass sich die Zahl der Quarantäne-Fälle in den kommenden Wochen noch erhöhen wird. Schließlich befinde man sich erst am Anfang der Sommerferien. „Schon jetzt steigt die Zahl der Reiserückkehrer, die sich melden, tendenziell an“, berichtet Stangl. „In den vergangenen Tagen haben sich viele vor ihrer Urlaubsreise gemeldet, um Informationen zu erhalten, wie sie sich verhalten sollen und was sie beachten müssen. Daher ist mit einem erhöhten Aufkommen am Ende der Sommerferien zu rechnen.“

Wer von einer Urlaubsreise zurückkommt, hat seit Samstag die Gelegenheit, sich einem kostenlosen Corona-Test am Flughafen zu unterziehen. In drei Zelten können sich Passagiere von 5 bis 24 Uhr einen Rachenabstrich nehmen lassen. „Bei positiven Fällen erfolgt eine Benachrichtigung des zuständigen Gesundheitsamts gemäß Infektionsschutzgesetz“, sagt eine Sprecherin des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

1000 Rachenabstriche binnen 24 Stunden an der Teststation

Eine Verpflichtung zum Test gibt es aber auch für Reisende in Risikogebiete nicht. Der Rachenabstrich erfolgt auf freiwilliger Basis, wird aber bisher stark angenommen. Bereits in den ersten 24 Stunden nach Inbetriebnahme der Zelte am Flughafen waren rund 1000 Rachenabstriche genommen worden.

Das LGL betreibt die Teststation, in der pro Schicht rund 30 Mitarbeiter tätig sind. Neben den Fachleuten des LGL sind auch ehrenamtliche Kräfte im Einsatz, darunter das BRK Freising. Sie übernehmen nach vorheriger Einweisung die Registrierung und die Entnahme der Abstriche.

117 Personen wegen Corona in Quarantäne

Unabhängig von Reiserückkehrern befinden sich derzeit nach Angaben des Landratsamtes 117 Personen in Quarantäne – rund ein Viertel davon, weil sie mit Corona infiziert sind, der Rest, weil es sich um Kontaktpersonen handelt. Wie wird die Einhaltung der Quarantäne überwacht? „Das Gesundheitsamt hält mit den Infizierten und Kontaktpersonen täglichen Kontakt“, sagt Stangl. „Sie müssen zudem ein Symptomtagebuch führen.“

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