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Bildung, Mobilität, Soziales, Demografie – das sind die beherrschenden Themen, die den Landkreis Freising 2018 bewegt haben. Landrat Josef Hauner blickt zurück.

Grußworte zum Jahreswechsel

Diese Themen haben den Landkreis Freising 2018 bewegt: Landrat Hauner blickt zurück

Bildung, Mobilität, Soziales, Demografie – das sind die beherrschenden Themen, die den Landkreis Freising 2018 bewegt haben. Landrat Josef Hauner blickt zurück.

Landkreis – Liebe Landkreisbürgerinnen und -bürger, der Landkreis Freising wächst in seiner Infrastruktur und in seiner Einwohnerzahl. Stand Ende Juni 2018 hatte er 178.529 Einwohner. Diese Entwicklung bringt eine Menge Entscheidungen mit sich. Die von Ihnen in den Gemeinden und auf Kreisebene gewählten Mandatsträgerinnen und -träger, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen und ich selbst haben sich auch in diesem Jahr engagiert, um unseren Landkreis zukunftssicher zu gestalten.

Die Mitglieder des Kreistags und seiner Ausschüsse trafen sich im vergangenen Jahr zu 26 Sitzungen und fassten rund 230 Beschlüsse. Besonders viel Aufmerksamkeit und Gesprächsbedarf hat sicherlich die MVV-Tarifreform hervorgerufen. In seiner letzten Sitzung des Jahres hat der Kreistag das am Ende beschlossene Modell fast einstimmig befürwortet – und damit ein positives Zeichen an die anderen am MVV beteiligten Landkreise gesendet. Doch der intensive Einsatz für die Belange der Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises hat sich gelohnt.

Am gleichen Tag wurde die Neufahrner Kurve eingeweiht. Damit steht die direkte Bahnanbindung des Flughafens für Reisende aus dem Landkreis und dem Osten Bayerns bereit. Ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne in der weiteren Entwicklung des ÖPNV wäre die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 über Garching hinaus in den Landkreis Freising. Eine aktualisierte Machbarkeitsstudie soll zeigen, ob das Projekt realisierbar ist.

Die Lebensqualität unseres Landkreises ist hoch und dies soll so bleiben. Leider ist diegeplante dritte Startbahn nicht vom Tisch, sondern durch das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Moratorium wieder vertagt. Ich hätte mir gewünscht, dass sich das Thema endgültig erledigt. Mit dieser Vereinbarung ist die Chance vertan worden, ein deutliches Zeichen gegen Flächenversiegelung und für Klimaschutz zu setzen.

Realschule Gute Änger ist eine der modernsten Schulen Bayerns

Pünktlich zum ersten Schultag im September 2018hat die neue Realschule Gute Änger ihre Pforten geöffnet. Mit etwa 40 Millionen Euro wurde sie kostengünstiger als geplant. Sie ist eine der modernsten Schulen Bayerns. In der Realschule Au werden seit über zwei Jahren Kinder unterrichtet. Derzeit entsteht ein dreigeschossiger Erweiterungsbau, in dem Räume für die Offene Ganztagsbetreuung, vier zusätzliche Klassenzimmer sowie Fachräume für die Bereiche Werken, Chemie und Physik Platz finden.

Voran schreiten auch die weiteren Planungen zur Umgestaltung des beruflichen Schulzentrums an der Wippenhauser Straße. Dort sollen unter anderem eine neue Berufsschule und Erweiterungsbauten für FOS/BOS und Wirtschaftsschule entstehen. Im Sommer wurde bereits die Asylbewerberunterkunft neben dem Camerloher Gymnasium abgebaut. Für Liegenschaften und Kreisstraßen ist am Landratsamt seit Oktober die neue „Abteilung 6 Kommunaler Hoch- und Tiefbau“ zuständig.

Zwei weitere große Einweihungen haben wir in diesem Jahr gefeiert. In beiden Fällen haben dafür Ehrenamtliche über Jahre hinweg viel Herzblut gelassen. Zum einen konnte das THW endlich eine angemessene Unterkunft in Freising beziehen, zum anderen hat der Landkreis nun ein eigenes Tierheim. Zudem wurde der Grundstein für die neue BRK-Zentrale in Freising gelegt.

Seit Februar 2018 ist der Landkreis Freising „Bildungsregion in Bayern“. Der Kultusminister hat mir das entsprechende Siegel überreicht. Um Herausforderungen der Zukunft wie den Ausbau der Ganztagesbetreuung, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Integration von Flüchtlingen meistern zu können, wird die Bildungsregion unter der Leitung von Geschäftsführerin Barbara Berger weiterentwickelt. Im November 2018 wurde ein Bildungsbeirat ins Leben gerufen, der die Richtung vorgeben und die Schwerpunkte für die künftige Arbeit in der Bildungsregion setzen soll.

Auch die Arbeitsgruppen der Gesundheitsregionplus waren im ablaufenden Jahr aktiv. Ein konkretes Ergebnis der Arbeit ist die Einrichtung einer unabhängigen Pflegeberatung, die es demnächst am Landratsamt geben wird. Zum Jahresschwerpunktthema Seniorengesundheit fanden im März zwei „Aktionstage Seniorengesundheit“ in der VHS Freising und in der VHS Moosburg statt. Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ wird sich 2019 speziell um die Hebammenversorgung kümmern. Um die Gesundheit von Migrantinnen und Migranten geht es bei der neu gegründeten Arbeitsgruppe „Gesundheit und Integration“.

Feuerwehren und Hilfsorganisationen sehr gefordert

Sehr gefordert waren in diesem Jahr die Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Landkreis Freising. Einige Großbrände hielten die Einsatzkräfte in Atem. Die Tennishalle des SC Eching brannte ebenso vollkommen nieder wie zahlreiche Gebäude eines Holzhandels in Wang. Damit im Ernstfall die Abläufe stimmen führen die Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz regelmäßige Übungen durch. Bei einerGroßübung an der Neufahrner Nordkurve wurde ein Zugunglück simuliert, während bei einer Stabsrahmenübung am Landratsamt ein Unfall mit einem Gefahrguttransporter bearbeitet werden musste.

2018 war auch ein Jahr der Jubiläen: 100 Jahre Freistaat Bayern, 200 Jahre Verfassung und der 300. Geburtstag des Komponisten Placidus von Camerloher waren Anlässe, die der Landkreis mit besonderen Feierlichkeiten gewürdigt hat.

Noch viel älter und deswegen auch spektakulär sind die Fundstücke, die bei archäologischen Grabungen in Eching entdeckt wurden. Die Fläche, auf der ein neues Baugebiet entstehen soll, wies Spuren aus drei verschiedenen geschichtlichen Epochen auf: aus der Glockenbecherkultur, der frühen Bronzezeit und dem frühen Mittelalter. Das ist bedeutend, denn bisher gab es im Landkreis fast keine Funde aus dieser Zeit. Die ältesten Stücke sind mehr als 4000 Jahre alt.

Für einige Unsicherheit hat heuer zunächst die neue Datenschutzverordnung gesorgt. Seit März steht ein Datenschutzbeauftragter den Kommunen im Landkreis beratend zur Seite.

Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr, Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen.

Ihr Landrat Josef Hauner

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