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Etwa 20 Wohnwagen machten in der Luitpoldanlage Station. Kurz nach dem Eintreffen gab es die ersten Kommentare auf Facebook.

Wirbel um durchreisende Gruppe

Scharfe Diskussionen um Wohnwagenlager in Freising

Seit Samstag standen in der Luitpoldanlage rund 20 Wohnwagen, machte das Areal den Eindruck eines Campingplatzes. Doch es sind keine Urlauber, die dort ein paar schöne Tage neben den Isarauen verbringen wollen, sondern etwa 20 Familien, die – wie fast alle Jahre – für einige Tage Zwischenstation machten. Doch dieses Mal ist etwas anders.

Freising – In der Facebook-Gruppe „Treffpunkt Freising“ wurde heftigst diskutiert. Und eines steht jetzt zumindest fest: Eine Erlaubnis hatten die Familien, deren Mitglieder sich nach eigener Auskunft weder zu den Sinti noch Roma zählen sondern  als Franzosen bezeichnen, nicht.

In inzwischen 450 Kommentaren wurde auf Facebook gestritten: Da waren auf der einen Seite die, die wegen der Reisenden vor neuen Einbruchs- und Diebstahlserien in Freising warnen, die nur von Zigeunern sprechen, die eine Verschmutzung der Isarauen befürchten, sich sogar am Sonntagnachmittag aufmachen, Papiertücher und Kothaufen fotografieren und auf Facebook stellen, um so das angebliche Gebaren der Reisenden zu dokumentieren. Und da sind auf der anderen Seite die, die diese Kommentare und Verdächtigungen als „üble Hetze“ kritisieren, die mit Argumenten dagegen halten.

Gestritten wird aber nicht nur, ob nun die Kothaufen von den Familien oder von Hunden stammen, sondern auch darüber, ob der Aufenthalt der Franzosen mit ihren Wohnwagen genehmigt und rechtens sei. Ein Anruf bei der Polizei am Sonntag ergab folgendes: Es handle sich dabei, so die Auskunft der Polizei gegenüber dem FT, um eine „Reisegruppe“, die hier in Freising für ein bis zwei Tage Station mache. Und das sei wohl so mit der Stadt abgesprochen.

Doch das scheint nicht der Fall gewesen zu sein. Wie OB Tobias Eschenbacher gestern sagte, liege der Stadt gar kein Antrag vor, im Ordnungsamt habe man nichts gewusst. Folglich gebe es auch keine Genehmigung. Man habe die Wohnwagenbesitzer deshalb aufgefordert, bis gestern 15 Uhr den Platz zu räumen. Denn: Die Luitpoldanlage sei kein Campingplatz, man brauche die Fläche als Parkplatz und Veranstaltungsstätte. Man versuche gleichzeitig, ein Ersatz-Areal zu finden.

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