Rund zehn Millionen Euro waren bislang für die Sanierung der Staatlichen Wirtschaftsschule. angesetzt. Jetzt könnte vier Millionen zusätzlich notwendig werden.  Foto: lehmann
+
Die Sanierung der Wirtschaftsschule Freising war wieder einmal Thema im Schulausschuss.

Größte Unsicherheit: die Betonsanierung

Diverse Mehrkosten: Sanierung der Freisinger Wirtschaftsschule wird sechs Millionen Euro teurer

Schlechte Nachrichten im Schulausschluss: Die Sanierung der Wirtschaftsschule in Freising wird noch einmal deutlich teurer.

Freising – Samuel Fosso (FSM) wollte sichergehen und fragte nach: „Kommt denn da dann noch was?“ Denn im Schulausschuss am Donnerstag gab es schlechte Nachrichten: Die Sanierung der Wirtschaftsschule Freising wird um die sechs Millionen Euro teurer werden als ursprünglich geplant. Größte Unsicherheit: die anstehende Betonsanierung.

Kosten belaufen sich aktuell auf rund 13,3 Millionen Euro

Mit einem Projektstandbericht legte das Architekturbüro Schwarz noch einmal die Zahlen auf den Tisch: Der erste Schwung mit der Sanierung der Brandschutzmängel, der Erneuerung der Fenster und Abhang-Decke sowie der Sanierung der WC-Anlagen habe runde 8,4 Millionen Euro gekostet. Rasch wurde entdeckt, dass beide Dächer der Wirtschaftsschule nicht mehr die Besten waren – Kostenpunkt hier um die 1,8 Millionen Euro mit den Arbeiten an der Barrierefreiheit.

Als konkretisierte Maßnahmen stünden demnächst an: eine Photovoltaik-Anlage für runde 90 000 Euro auf dem Gesamtdach, die Sanierung der Steigschächte für 71 000 Euro, eine Schadstoff-Sanierung für rund 224 000 Euro und die Erneuerung von Bodenbelägen für 252 000 Euro. Neu hinzugekommen sind dann auch noch Mehrkosten für den Planungsverlauf, die Kanalsanierung, der Serverraum, Pausenverkauf und Küche und Umzugskosten – insgesamt: rund 430 000 Euro. Der größte unsichere Posten allerdings fällt auf die anstehende Betonsanierung von geschätzten zwei Millionen aufgrund schon bestehender Schäden. Somit belaufen sich die Kosten aktuell auf runde 13, 3 Millionen Euro ohne Vergabepuffer bei einer Entscheidungssumme von 16 Millionen Euro. Geplant waren einst 8,4 Millionen Euro.

Neben der Energie waren auch die Waschbecken Thema

Positiv zu vermerken: Die Photovoltaik-Anlage kann auf dem Gesamtdach angebracht werden und hat damit eine Größe von 35 kWp und eine jährliche Leistung von 33 250 kWh, wovon 65 Prozent von der Schule selbst gebraucht werden. Die Energie-Kostenersparnis belaufe sich so auf zirka 6000 Euro jährlich. Zudem können so innerhalb von zehn Jahren 133 Tonnen CO2 eingespart werden.

Aber nicht nur die Energie war Thema bei den Kreisräten, sondern auch abermals die Waschbecken. Entweder in allen Räumen ein Waschbecken oder in keinem Schulzimmer – um diese Frage drehten sich in vergangenen Sitzungen die Diskussionen. Das Architektenbüro zeigte allerdings eine weitere Variante auf: den teilweisen Entfall der Klassenzimmer-Waschbecken und den Erhalt von zirka 30 Prozent in sinnvollen Bereichen. Hier wollte vor allem Tobias Weiskopf (FDP) nicht anfangen zu sparen und lieber auf einige Teppichböden im Schulhaus verzichten. Da es bei aktuellen Schulbauprojekten nur noch Waschbecken in Räumen mit Wasserbedarf, beispielsweise Werkräumen, gibt, entschied sich die Mehrheit des Gremiums für eine Reduzierung.

Fossos anfängliche Frage, ob die Kosten auch weiterhin nach ansteigen könnten, beantworteten die Vertreter des Architekturbüros so: „Es ist ein Bestandsgebäude aus den 1970er Jahren. Ein Risiko bleibt da immer bestehen.“ Landrat Helmut Petz sah das allerdings optimistischer: „Die Hoffnung ist groß, dass nicht noch mehr kommt.“

Richard Lorenz

Alle Neuigkeiten und Nachrichten aus Freising und der Region lesen Sie immer aktuell hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare