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Freising: Dom-Gymasium - Die fünf besten Abiturienten verraten ihre Zukunftspläne

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Von: Manuel Eser

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Das Dom hat seine Super-Abiturienten gefunden: (v. l.) Annika Luksch, Pia Scheiner, Moritz Schneider, Judith Schweiger und Lisa Weilnhammer.
Das Dom hat seine Super-Abiturienten gefunden: (v. l.) Annika Luksch, Pia Scheiner, Moritz Schneider, Judith Schweiger und Lisa Weilnhammer. © Lehmann

Vier junge Frauen und ein junger Mann haben am Domgymnasium die besten Abschlussnoten erzielt. Nicht alle von ihnen wollen sofort mit dem Studieren anfangen.

Freising – Vermutlich hat sein Herz in der Schule noch nie so stark gehämmert wie am Freitag. „Bei den Abiturprüfungen war ich eigentlich ziemlich entspannt“, berichtet Moritz Schneider (18), Absolvent des Domgymnasiums. „Aber kurz vor der Notenbekanntgabe war die Aufregung wirklich groß.“ Noch größer aber ist die Erleichterung, als er das Ergebnis sieht: Mit der Note 1,1 hat er die Hochschulreife erzielt. „Ich habe mich einfach gefreut, dass sich die Arbeit der letzten zwei Jahre ausgezahlt hat.“

Nicht anders ging es seiner Kollegin Annika Luksch (18), als sie ihren Abi-Schnitt in einem braunen Kuvert überreicht bekam. „Vor lauter Spannung habe ich es fast nicht geschafft, den Umschlag aufzubekommen“, erzählt sie und lacht. „Dann schlägt man den Zettel auf, und muss erst mal die Note suchen.“ Als ihr Blick dann auf die entscheidende Ziffer unten auf dem Schreiben fällt, ist alles gut. Denn Annika Luksch hat ihre Schulzeit mit 1,0 abgeschlossen – besser geht’s nicht.

Um zwei Hundertstel besser als die direkten Vorgänger

Mit ihren Ergebnissen zählen Annika Luksch und Moritz Schneider zu den fünf besten Absolventen des Dom-Gymnasiums in diesem Jahr. Lisa Weilnhammer (1,0), Pia Scheiner (1,1) und Judith Schweiger (1,2) komplettieren das Quintett. Insgesamt stellten sich 80 Jugendliche den Abiturprüfungen, der größte Dom-Jahrgang der vergangenen Jahre, wie Schulleiter Manfred Röder betont. 16 Schülerinnen und Schüler hatten mindestens die Gesamtnote 1,5, 27 freuten sich über die Note 1,9 oder besser. Mit dem Gesamtschnitt von 2,0 liegen die 2022er-Absolventen um zwei Hundertstel über dem Ergebnis des Vorgänger-Jahrgangs.

Allerdings stehen kommende Woche noch ein paar Termine an: Die einen müssen Prüfungen nachholen, die sie Corona-bedingt versäumt haben, die anderen müssen in die „Verlängerung“, wie Röder es nennt: Um ihr Abitur zu bestehen, müssen sie Zusatzprüfungen absolvieren. Und dann gibt es auch noch Absolventen, die eine freiwillige Zusatzprüfung absolvieren, um ihre Gesamtnote eventuell noch zu verbessern.

Nach dem Abi soll jetzt auch der Führerschein her

Das Spitzenquintett kann hingegen schon für die Zukunft planen. Die selbstbewusste, 17-jährige Pia Scheiner („Ich bin auf meine Note stolz, aber nicht überrascht“) zieht es ins österreichische Innsbruck, um dort Informatik zu studieren, „aber auch wegen der schönen Berge“. Moritz Schneider tendiert ebenfalls nach Österreich, um dort entweder Psychologie zu studieren „oder in eine sprachliche Richtung zu gehen“. Ins deutschsprachige Ausland zieht es auch Lisa Weilnhammer (18): Ihr Ziel ist Zürich. An der renommierten ETH will sie Physik belegen – ihr Traumstudium.

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Annika Luksch hat es mit dem Besuch der Uni nicht ganz so eilig. Nach der Abifeier will sie erst mal verreisen und dann „etwas Praktisches“ machen – zum Beispiel den Führerschein. „Der steht nämlich noch aus.“

Reisen nach dem Abi trotz Corona endlich wieder möglich

Auch Judith Schweiger (18) will etwas von der Welt sehen, ehe sie vermutlich Medizin studiert. Sie freut sich darauf, mit ihrer besten Freundin demnächst zwei Monate durch Europa zu touren. „Ich bin froh, dass so etwas nach der harten Corona-Zeit überhaupt wieder möglich ist, und kann das jetzt noch viel mehr wertschätzen. Es macht mich glücklich, dieses Gefühl von Freiheit, das es später im Leben nicht mehr so gibt, jetzt erleben zu dürfen.“

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