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Dommusikdirektor Wolfang Kiechle dirigierte zum Abschied den Domchor. 

Dommusikdirektor Wolfgang Kiechle verabschiedet

Ein Brückenbauer

Freising - „Konzerte haben mich immer bereichert und mich jung gehalten.“ Getreu diesem Motto hat Wolfgang Kiechle knapp 40 Jahre lang den Freisingern beeindruckende und bewegende Aufführungen beschert. Am Sonntag wurde der Dommusikdirektor offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Auch Angelika Sutor, Leiterin der Domkinderkantorei, nahm Abschied.

Beim festlichen Gottesdienst, der der Abschiedsfeier vorausging, ließ es sich Wolfgang Kiechle nicht nehmen, den Domchor selbst zu dirigieren. Denn wie hatte es Domrektor Rainer Boeck in seiner Predigt so schön ausgedrückt: die Stimme Kiechles sei über Jahrzehnte hinweg die Stimme des Doms gewesen. Auch in der Stadtgesellschaft sei sie nicht zu überhören gewesen, betonte OB Tobias Eschenbacher. Der Musikdirektor habe „Brücken gebaut“ zwischen der Kultur am Domberg und der in der Stadt. Diözesanmusikdirektor Gerald Fischer würdigte Kiechle als „Konstante“, als feste Größe in der Geschichte der Dommusik. Als äußeres Zeichen der Anerkennung – „Ehrennadeln und Urkunden passen bei uns Kirchenmusikern nicht“ (Fischer) – hatte er einen Korb voller Marzipanfrüchte mitgebracht. „Sie leben weiter in den Früchten ihrer Tätigkeit“, würdigte Fischer seinen scheidenden Kollegen. 

Mit „Liebe und Herzlichkeit“ habe Kiechle Kirchenmusiker ausgebildet. Einen „deftigen Gruß aus der Küche“ musikalischer Art, hatten die „Früchtchen“ der Kinderkantorei unter Leitung von Angelika Sutor mitgebracht. Neben dem rhythmischen „Cillie con Carne“ sangen sie ihrem scheidenden „Chef“ einen Part aus dem Musical „sister act“. Die Nachfolge von Wolfgang Kiechle tritt am 1. August Matthias Egger (34) an. Bis dahin wird Benedict Celler den Domchor kommissarisch leiten. Ab 1. August übernimmt dieser dann die Nachfolge von Angelika Sutor. Kiechle, ganz bewegt von den vielen freundlichen Worten, gestand, dass ihm zum ersten Mal die „Stimme weg geblieben sei“, so gerührt sei er von der herzlichen Verabschiedung gewesen.

Maria Martin

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