Faire Woche

Drei exotische Gänge beim „Eine-Welt-Dinner“

Gekochte Kichererbsen mit Gemüse, gewürzt mit Zitronengras und – nur für den, der es gewünscht hatte – frischen Korianderblättern. Denn manche würden den Geschmack dieser exotischen Pflanze nicht mögen, sagte Katharina Maier von der Kolpingfamilie Freising. Aber es gab noch viele weitere interessante Genüsse beim „Eine-Welt-Dinner“, zu dem die fleißigen Hobbyköchinnen der Kolpingfamilie am Dienstag Abend im Rahmen der „Fairen Woche“ in das St. Georg Haus geladen hatten.

Freising– Vertreter aus der Freisinger Politik und Wirtschaft ließen sich das Drei-Gänge-Menü schmecken. Statt eines Geschenks für die Gastgeber spendeten sie für die weltweite Projektarbeit von Kolping International. Während des Dinners wurden Projekte in Tansania, Chile und in Asien vorgestellt.

Der „Appetizer“ aus der Küche des ostafrikanischen Staates Tansania schien jedoch schon einmal zu munden. Landrat Josef Hauner und Sparkassendirektor Johann Kirsch hatten beide ihre Gattinnen mitgebracht – die Fachfrauen, wenn es um den richtigen Geschmack geht. Und der schien in der Speisenfolge des Abends durchaus gegeben. Zur Hauptspeise wurde ein typisches Gericht aus Südamerika gereicht: Hähnchenbrust mit Mango-Chutney und zum Nachtisch kam „Mango Flow“ mit gebröselten Keksen als Süßspeise auf den Tisch.

Die Aktion sei Teil einer bundesweiten Aktion von Kolping International, erklärte Katharina Maier, die übrigens als jüngste von drei Generationen der Familie Maier die Aktion mit vorbereitet hatte. Mama Elisabeth erklärte den Gästen zwischen den Gängen die Projekte, die in den einzelnen Entwicklungsländern von der Kolpingfamilie betreut und unterstützt werden.

Zum einen war da die berufsbildende Schule in Bukoba, einem Dorf in Tansania. Weil das Gebäude bei einem Erdbeben vor einigen Jahren eingestürzt war, habe die internationale Kolpingfamilie geholfen, erklärte Maier. Übrigens hätten die Schüler als Dank das „Vater-Kolping-Lied“ lautstark in ihrem afrikanischen Dialekt gesungen. Als sie das Video gesehen (und gehört) habe, hätte das bei ihr für Gänsehaut gesorgt, berichtete Maier.

Oma Helene Maier hatte gemeinsam mit den vielen engagierten Damen die Tische liebevoll eingedeckt. Zwischen den Vasen mit hübschen Herbstblumen leuchteten knallgelbe Servietten wie Sonnenblumen – als Zeichen der Hoffnung für die Menschen in den vielen armen Ländern der Erde. 

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