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Grandiose Kulisse.

Sommerkulturnächte auf dem domberg

Ein Sommernachtstraum

Was für ein grandioser Abend: 150 Musiker verwandelten am Montag Abend den Renaissance Innenhof des Kardinal-Döpfner-Hauses in Freising in einen fantastischen Konzertsaal.

Freising Zu Gast waren der Universitätschor Amsterdam und das CreA-Orchester Amsterdam, die im Rahmen einer Bildungsreise nach Italien bei den Sommer-Kultur-Nächten auf dem Domberg Station machten. „Et in arcadia ego“, so der Titel des romantischen Sommernachtstraums. Die große Schar der Sänger hatte sich auf der Brüstung positioniert, unter freiem Himmel saßen die Streicher, Bläser und Percussionisten im Innenhof verteilt. Von allen Seiten durften die gut gelaunten Konzertbesucher die wundervollen Klänge genießen. Ganz entspannt, denn gleich neben dem „Orchestergraben“ waren die Stuhlreihen für die Zuhörer aufgebaut.

Die Vertonung von Paul Heyses Trauergedicht „Frühlingsbegräbnis“ des österreichischen Komponisten Alexander Zemlinsky (1871-1942), stand am Beginn des Konzertes. Damit griff der große Klangkörper ein sehr romantisches Thema auf. Wohl nicht zufällig wurde dieses Werk für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester an den Anfang des Abends gestellt. War Zelinsky doch ein Weggefährte von Gustav Mahler, jenem großen Komponisten der Romantik, dem am späteren Abend noch Reminiszenz geleistet werden sollte. Wie sehr sich der Chor auch liturgischen Stücken verpflichtet fühlt, wurde mit der Interpretation des doppelchörigen „Te deum“ von Guiseppe Verdi deutlich. Dirigent Bas Pollard legte viel Expressivität in dieses geistliche Werk. Die Dunkelheit hatte sich schon über den Innenhof gelegt, als die Musiker nach der Pause zum großen Finale ansetzten: Gustav Mahlers „Klagendes Lied“ stand auf dem Programm. Eindringlich und gefühlvoll erfüllten die Klänge die laue Sommernacht. Das Publikum lauschte ergriffen dieser innigen Komposition, bei der Chor und Orchester noch einmal ihr großes Können eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Als zum Abschluss noch das erlösende „Abendlied“ von Josef Gabriel Rheinberger erklang, spendete das Publikum „standing ovations“ für Musiker, die ihres gleichen suchen.

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