26 Mal trieb der Einbrecher sein Unwesen, häufig im Landkreis Erding.
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Zwei brutale Einbrecher müssen sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Symbolbild

Brüder wegen versuchten Mordes vor Gericht

Horror-Szenario: Einbrecher schlagen Mann bewusstlos - Opfer überlebt schwerverletzt

Mitten in der Nacht wurde ein Bürger im Landkreis Freising zum Opfer von brutalen Einbrechern. Sie schlugen ihn bewusstlos. Jetzt stehen sie vor Gericht wegen versuchten Mordes.

Landkreis – Mitten in der Nacht wurde ein Landkreisbürger zum Opfer von brutalen Gangstern: Ein Horrorszenario musste ein Mann aus dem westlichen Kreis Freising in der Nacht auf den 10. Februar 2020 durchleben. Ein Einbrecherduo hatte sich dessen Wohnung als Ziel seines Beutezugs ausgesucht.

Landkreis Freising: Mann fällt brutalen Einbrechern zum Opfer - jetzt stehen die Täter vor Gericht

Die Männer durchsuchten das Schlafzimmer nach Wertgegenständen und schlugen mit einem massiven Gegenstand auf den Kopf des Mannes, als dieser von den Geräuschen geweckt wurde. Nun müssen sich die brutalen Brüder vor der Jugendkammer des Landgerichts verantworten.

Am ersten Verhandlungstag verlas Staatsanwalt Clemens Albert nur die Anklageschrift, denn die Verteidiger des Duos hatten moniert, dass sie die Akten nicht rechtzeitig studieren konnten. Die Staatsanwaltschaft legt den beiden 18 beziehungsweise 22 Jahre alten Brüdern versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, schwerem Raub und Wohnungseinbruchsdiebstahl zur Last.

Einbrecher wegen gefährliche Körperverletzung, schwerem Raub und Wohnungseinbruchsdiebstahl vor Gericht

Laut Staatsanwalt hatten die Rumänen am 10. Februar 2020 zwischen 23.30 und 0.50 Uhr die Tür aufgebrochen und waren so in die Wohnung eingedrungen, obwohl sie gewusst hatten, dass diese privat genutzt wurde. In der Folge durchsuchten die Täter auch das Schlafzimmer nach Wertsachen. Dass der Wohnungsinhaber dabei arglos in seinem Bett schlief, störte die beiden in keiner Weise.

Als der Mann begann, sich zu rühren, schlugen die beiden ihm laut Anklage mindestens ein Mal massiv auf den Kopf, um so das Aufwachen des Opfers zu verhindern und ihr Treiben zu vertuschen. Dabei sei ihnen bewusst gewesen, dass das von ihnen benutzte Schlagwerkzeug dazu geeignet war, „den Tod des Mannes herbeizuführen“. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt davon, dass die Angeklagten davon ausgingen, dass der Geschädigte an seinen Verletzungen sterben würde oder bereits gestorben war, als sie das Haus verließen.

Einbrecher verprügeln Opfer - Mann erleidet Schädelbruch und offenes Schädel-Hirn-Trauma

Der Mann aber hatte Glück im Unglück: Er erlitt ein offenes Schädel-Hirn-Trauma sowie einen Schädelbruch, überlebte den Überfall jedoch. Die beiden Brüder hatten sich mit einer Beute von 700 Euro, zwei Handys, einem Elektroschocker und Pfefferspray aus dem Staub gemacht Der Prozess wird am 8. April fortgesetzt.

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