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„Fröschebein und Krebs und Fisch“ heißt die Videoinstallation von Künstlerin Edith Kronawitter (2. v. l.). Auch Margit Hohenberger, Enno Lehmann und Heike Bildhauer (v. l.) beteiligen sich an der Ausstellung, die bis 10. Juli im Wasserturm zu sehen ist.

Ausstellung im Wasserturm

Eine außergewöhnliche Inspirationsquelle

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„Buchet8 – Wasserturm 42“. Hinter dieser etwas rätselhaften Bezeichnung verbirgt sich ein außergewöhnliches Kunstprojekt einer außergewöhnlichen Künstlergruppe an einem außergewöhnlichen Ort.

Noch bis zum 10. Juli sind im Wasserturm an der Prinz-Ludwig-Straße 42 Zeichnungen, Objekte, Videos und Installationen der Gruppe Buchet8 zu sehen. Und es wird, so hat Stadtwerkedirektor Andreas Voigt am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung angekündigt, sicher nicht die letzte Kunstausstellung oder Aktion sein, für die der altehrwürdige Wasserturm aus dem Jahr 1906 geöffnet wird. Der Ort der Ausstellung ist zugleich auch die Inspirationsquelle der Werke. Denn Wasser, jenes so lebenswichtige Element, spielt in den Werken die zentrale Rolle: Da ist die Arbeit von Heike Bildhauer – ein vierteiliges Werk bestehend aus Tintenzeichnungen, einer ausgetrockneten und aufgerissenen Erdscholle, 500 mit Ton gefüllten kleinen Wasserschalen, Scherenschnitten und Drahtobjekten.

 Da ist die meditative Audioinstallation von Edith Kronawitter mit dem alles sagenden Titel „Water-Dripping-Sound“, ihre atmosphärisch dichte Videoinstallation mit einem nebeldampfenden Weiher und Froschgequake in der Morgenstunde, und der Leuchtkasten mit dem Foto eines Gewässers und undeutlichen Textausschnitten zum Thema Wasser. Da ist Margit Hohenbergers mehrteiliger Zyklus „Wasserwege“ und ihre Videoinstallation „Blau machen“, bei der sie die Fahrt durch eine Waschstraße aufgenommen hat.

 Und da ist Enno Lehmanns Arbeit „Be weg ung“ – eine Installation von Fichtenästen im Außenbereich, zu der er im Wasserturm eine Videoanimation zeigt. Karl-Heinz Einberger, Professor für Grundlagen der Gestaltung und Freies Gestalten an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, verwies am Freitag bei der Vernissage noch auf ein anderes verbindendes Element der im Wasserturm zu Freising ausgestellten Werke: das auf den ersten Blick paradoxe Zusammenspiel und Zusammenwirken von Statik auf der einen und Dynamik auf der anderen Seite.

 Wer den Wasserturm, das Gelände und das daneben liegende kleine Gebäude als Kunstraum wahrnehmen will, wer die Projekte des Buchet8-Quartetts auf sich wirken lassen will, der hat dazu noch bis zum 10. Juli Zeit. Jeweils von Freitag bis Sonntag (von 15 bis 20 Uhr) ist der Zugang geöffnet und die Ausstellung zu genießen.

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