+
Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Freising wird in München mit dabei sein. Einige Musiker aber wollen nicht mitgehen. Sie haben Bedenken.

Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest

„Eine General-Absage gibt es nicht“

  • schließen
  • Wolfgang Schnetz
    Wolfgang Schnetz
    schließen

Freising - Wegen Sicherheitsbedenken haben bereits zwei Vereine ihre Teilnahme am Trachtenumzug zum Oktoberfest abgesagt. Bei den Landkreisgruppen, die dabei sind, wurde das Thema gemeinsam diskutiert. Absagen gab es bisher noch nicht.

„Bei uns gehen einige unserer Musiker nicht mit“, sagt Andreas Klinger, der Tambourmajor des Spielmannszugs der Feuerwehr Freising: „Wir habe darüber diskutiert und sie haben sich entschieden. Eine General-Absage aber wird es hier nicht geben.“ Ganz im Gegenteil: „Wir sind heuer über 40 Mann stark – eine große Gruppe.“ Heuer werden nämlich erstmals auch Kameraden vom FFW-Spielmannszug Trostberg integriert, erklärt Klinger: „Die wollten schon lange mal dabei sein.“ 

„Wir werden in den nächsten Wochen, wenn wir am Volksfest spielen, sicher auch darüber reden“, meint Jürgen Wüst, Chef der Stadtkapelle Freising. Er selbst ist nicht nur mit den Musikern der Stadtkapelle beim Trachtenumzug aktiv, sondern spielt mit den Dachauer Ludwig-Thoma-Musikanten auch 17 Tage lang im Bräurosl-Festzelt. Er habe aber da „generell kein mulmiges Gefühl dabei“. Sicher denke er an so schreckliche Sachen wie den Amoklauf: „Aber mir ist auch klar, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt.“

 „Komplett ohne Bedenken“ fährt der Spielmannszug Hörgertshausen am ersten Wiesn-Wochenende Mitte September nach München, wie Vorsitzender Anton Gebler auf FT-Nachfrage erklärt. Bei den gut 30 aktiven Musikern gebe es keinerlei Sicherheitsbedenken. „Wir sind guter Dinge“, sagt Gebler. Sicher: „Es kann immer was passieren. Aber wo soll man anfangen und wo hört man auf?“ Solange es keinen konkreten Anschlagsverdacht gebe, so Gebler, sei der Spielmannszug Hörgertshausen wieder mit dabei – wie auch schon in den vergangenen 53 Jahren: Seit 1963 ist der Spielmannszug beim Oktoberfest dabei. Drei Oktoberfest-Termine stehen bei der Marktkapelle Au im Terminkalender: Die Musiker sind beim Einzug der Wiesnwirte am Samstag, 17. September, beim Trachten- und Schützenzug einen Tag später sowie bei der Landesschützenkönig-Ehrung am Montag, 3. Oktober, mit dabei. Jedoch: „Wir werden eine kleinere Gruppe stellen“, kündigt Vorsitzender Martin Krumbucher an. „Die Rückmeldungswelle der Mitglieder ist nicht gerade groß.“ Ob Sicherheitsbedenken der Grund für so manche Oktoberfest-Absage sind, weiß Krumbucher nicht. Er werde dem aber nachgehen. 30 bis 40 Leute werden die Marktkapelle aber zusammenbekommen – möglicherweise personell unterstützt von benachbarten Vereinen. Der Familienvater selbst wird mit am Start sein – wenn auch mit „Bauchgrummeln“, wie er zugibt. Dennoch: Solange es keine offizielle Absage seitens des Sportschützenbunds gibt, stehe einer Teilnahme nichts im Wege.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nachwuchs der Musikschule Ampertal zeigt sein Können
Kranzberg - Hoch oben auf dem Pantaleonsberg erklangen am vergangenen Freitag wunderbare Töne. Der Grund dafür war das Konzert „Junges Podium“ der Musikschule Ampertal, …
Nachwuchs der Musikschule Ampertal zeigt sein Können
Minus 18,2 Grad: Obdachlose sind in Gefahr
Landkreis - Mit minus 18,2 Grad wurde in der Nacht zum Montag am Messpunkt Flughafen einer der niedrigsten Werte in ganz Bayern gemessen. Seit zwölf Jahren war es hier …
Minus 18,2 Grad: Obdachlose sind in Gefahr
Bio-Kost an der Landshuter Straße: Eröffnungsdatum steht fest
Freising – Wo früher der Supermarkt Norma stand, gibt es jetzt Bioprodukte. Denn an der Landshuter Staße 30 öffnet am Donnerstag, 26. Januar, ein „denn’s-Bio-Markt unter …
Bio-Kost an der Landshuter Straße: Eröffnungsdatum steht fest
„Die Neue“ nach Niefanger
Freising - Die Grünen im Landkreis haben nach dem Parteiaustritt von Birgit Mooser-Niefanger eine Aspirantin für die Bundestagswahl gefunden: Die gebürtige Freisingerin …
„Die Neue“ nach Niefanger

Kommentare