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Die versklavten Mäuse.

„Frederick, die Maus“

Eine Sternstunde des Kinder-Musicals

Geschrei, Getrampel, Geklatsche – das Publikum war nach der Premiere von „Frederick, die Maus“ völlig aus dem Häuschen. Unter der Leitung von Autor Martin Keeser hatte das Kinderensemble der städtischen Musikschule gerade für eine Sternstunde des Kindermusicals gesorgt.

Freising– Singen, Tanzen, Schauspielern sind die Grundzüge des Entertainment. Die jungen Talente der Musikschule beherrschten am Samstag bei der Premiere des Kindermusicals „Frederick, die Maus“ alle drei.

Einmal abgesehen von der Musik, die natürlich von einem Schulorchester in Bestbesetzung kam, fielen vor allem das Rollenverständnis und die Textsicherheit der Darsteller auf. An erster Stelle ist hier wohl Hauptdarstellerin Clara Pellmaier zu nennen, die das abendfüllende Stück mit Bravour über die Bühne brachte. Gehörig frischen Wind brachten die drei Ratten, dargestellt von Lilli von Schilling, Valentin Großkopf und Jonas Bewig, mit. Sie standen für das Böse in dem Stück, das von einem Außenseiter handelt, der zunächst verstoßen und dann zum Retter seines Mäusevolkes wird. Eine Rettung mit der Macht der Töne, was bezeichnend war für diese sehr professionelle Inszenierung.

Indiz dafür waren etwa Bühnenbild, Kostüme und Maske. Der „Equilator“, eine Maschine, die Mäuse in Sklaven verwandeln kann oder das Erscheinungsbild des Eisvogels, gespielt von Eleni Flexeder, wirkten geradezu filmreif. Dass eine Menge Technik in einer solchen Aufführung steckt, kommt hinzu. In diesem Fall funktionierte alles einwandfrei.

Eine Welturaufführung war das allerdings nicht, wie Martin Keeser gleich zu Anfang mit dem Hinweis auf das Original aus dem Jahr 1985 klar- stellte. Auch damals war der Musikschule schon ein großer Erfolg vergönnt gewesen mit dieser musikalischen Parabel auf die Fantasie.

Vor allem die kleinen Zuschauer verfolgten das Geschehen wie gebannt. Sie fieberten mit, als die Mäuse zunächst versklavt und dann wie durch ein Wunder, das natürlich von Frederick und der Magie der Musik ausging, wieder befreit wurden.

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