1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Freising

Höhere Personal- und Energiekosten: Eintrittskarten für Freisinger fresch werden teurer

Erstellt:

Von: Andreas Beschorner

Kommentare

Zwei Kinder im Schwimmbecken
2019 ging das Freisinger fresch in Betrieb - damals sehr günstig laut Werkreferent Ulrich Vogl. © Schranner

Wegen gestiegener Kosten müssen die Eintrittspreise für das Freisinger fresch angepasst werden - jedoch nur moderat, hieß es im Werkausschuss.

Freising – 2019 ging das fresch in Betrieb. Doch das, was man damals als Basis zur Gestaltung der Eintrittspreise angenommen hatte, entspricht nicht mehr der Realität. Weil in den vergangenen Jahren vor allem die Personal- und Energiekosten deutlich gestiegen sind, wird man deshalb nun ab 1. Januar 2022 die Preise erhöhen.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

3,5 Millionen Euro jährliches Defizit

Das hat der Werkausschuss für den Eigenbetrieb Stadtwerke am Dienstag beschlossen. Stadtwerke-Chef Andreas Voigt erklärte, man habe versucht, den steigenden Betriebskosten „entgegenzuarbeiten“. Doch gestiegene Material- und Energiekosten, aber auch die sogenannte „Freising-Zulage“ für das Personal, könne man nicht auffangen. Das jährliche Defizit des fresch belaufe sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Um wenigstens einen Teil der Verluste aufzufangen, sehe man also „eine gewisse Preisanpassung“ vor, so Voigt. Beispielsweise solle das Zwei-Stunden-Ticket für die Hallenbadsaison nicht mehr 4,50 Euro, sondern ab 1. Januar 5,50 Euro kosten. Und zwei Stunden Sauna (inklusive Hallen- und Freibad) sollen dann 18 statt bisher 15 Euro kosten.

Werkreferent Ulrich Vogl (ÖDP) ging die von diesen Preisen ausgehende Staffelung für Drei- und Vier-Stunden-Tickets sowie für eine Tageskarte im Saunabereich aber noch nicht weit genug. Selbstverständlich sei es nicht erfreulich, wenn man Preise erhöhen müsse. Aber: Zum einen habe man 2019 mit sehr günstigen Preisen gestartet, zum anderen biete man „Premiumklasse“.

Angebot eines Familienbads ist eine Art Pflicht

Dass man die Eintrittspreise für das Frei- und das Hallenbad nur moderat erhöhe (eine Tageskarte für Erwachsene soll demnächst zehn Euro kosten), sei wichtig, weil das Angebot eines Familienbads so etwas wie die Pflicht einer Stadt sei. Anders sehe das aber bei der Sauna aus, die durchaus ein Luxusangebot sei. Die im Vorschlag der Stadtwerke vorgesehene Staffelung von 1,50 Euro mehr pro Stunde bis zu 22,50 Euro für eine Tageskarte finde er deshalb zu niedrig. Vogl regte an, von dem neuen Zwei-Stunden-Preis von 18 Euro ausgehend jeweils um drei Euro zu erhöhen – sprich: drei Stunden 21 Euro, vier Stunden 24 Euro, Tageskarte 27 Euro. Damit setze man vor allem auch ein „Signal“, so Vogl, dass die Saunalandschaft nicht den ganzen Tag lang blockiert werde, sondern ein Wechsel der Besucher stattfinde. Das sei gerade in Corona-Zeiten, wenn man eh nur 100 Plätze im Wellness-Bereich anbieten könne, wichtig.

Jürgen Mieskes (CSU) stimmte dem zu. Richard Grimm (FW) und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher konnten die Argumentation ebenfalls nachvollziehen. Dennoch tat sich der OB „mit so einem großen Sprung“ schwer. Sein Kompromissvorschlag, den auch Voigt gut fand: Die Preisstaffelung im Saunabereich wird für Erwachsene ausgehend von 18 Euro 2,50 Euro betragen, für Kinder und ermäßigte Karten ausgehend von 16,50 Euro für ein Zwei-Stunden-Ticket zwei Euro. Und so wurde es einstimmig beschlossen.

Auch interessant

Kommentare