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Mit 720 Kerzenreihen wird der Freisinger Christbaum jetzt noch bestückt – dann sorgt er am Marienplatz wieder für vorweihnachtliche Atmosphäre.

Franz Bauer hat den Freisinger Christbaum spendiert

Letzter strahlender Auftritt auf dem Marienplatz

Freising – Tief grün, elf Meter hoch und hell beleuchtet: Das ist Freisings diesjähriger Christbaum. Der wurde gestern zum Marienplatz transportiert und von Bauhof-Chef Georg Rößl und seinem Team in Millimeterarbeit vor der Mariensäule aufgestellt.

Die Fichte stammt aus dem Privatgarten von Franz Bauer aus Freising. Er hat den mehr als 20 Jahre alten Baum der Stadt gespendet. Und auch wenn der Abschied schwer fällt, kann ihn jetzt wohl beruhigen, dass seine Fichte einen wahrhaft strahlenden letzten Auftritt hat: Mit knapp 720 Kerzenreihen wird er am Marienplatz leuchten. Alle Kerzen sollen heute angebracht werden, so dass die Stadt am Wochenende festlich geschmückt in den ersten Advent starten kann.

Das ist allerdings nicht überall in Oberbayern so. In Wolfratshausen wird heuer erstmals kein Christbaum mehr am dortigen sehr kleinen Marienplatz aufgestellt – aus brandschutzrechtlichen Gründen. Durch den mächtigen Baum, so heißt es seitens des Rathauses, sei die Rettungszufahrt zu den umliegenden Gebäuden nicht gewährleistet. Die Entscheidung der Stadtverwaltung hat hohe Wellen geschlagen. Wir haben bei Freisings Stadtbrandinspektor Anton Frankl nachgefragt, ob auch der Christbaum auf dem Marienplatz in Freising dem Brandschutz zum Opfer fallen könnte.

-Behindert der große Christbaum auf dem Marienplatz nicht auch in Freising im Ernstfall die Rettungskräfte?

Überhaupt nicht. Wir haben in Freising ja genügend Platz – da gibt’s keine Probleme. Wir können leicht drumherumfahren.

-In Wolfratshausen wurde diskutiert, ob man den Christbaum nicht doch aufstellen und im Ernstfall umschneiden könnte. Wie beurteilen Sie diesen Plan?

So einfach geht das nicht. Wir haben eine Ausrückzeit von zehn Minuten. Ein bis zwei Minuten vergehen, bis uns die Alarmierung von der Leitstelle erreicht. Bis wir am Einsatzort sind, vergehen weitere Minuten. Wenn man dann noch einen Baum umschneiden muss, verstreicht noch mehr Zeit – das ist nicht in zwei Minuten erledigt. Zumal man ja auch immer schauen muss, wie der Baum fallen kann – das ist nicht so leicht. Deshalb ist die Entscheidung, lieber gar keinen Baum aufzustellen, aus Wolfratshausener nicht schon nachvollziehbar: Wenn die Zufahrt nicht gesichert ist, muss der Baum weg.

-Und wie sieht’s mit der Sicherheit beim Christkindlmarkt am Marienplatz am dritten Adventswochenende aus?

Auch da gibt es keine Probleme. Die Zufahrtswege sind breit genug.

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