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Vorbildliche Badegäste: So wie es sich auf diesem Foto darstellt, hielten sich die Menschen schon 2019 an die Abstandsregeln - ganz ohne Corona.

Ende des Lockdown: fresch ist startklar, doch Bäderchef bremst Euphorie

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Prinzipiell ist das Freisinger Erlebnisschwimmbad fresch bereit für den Restart. Doch der Bäderchef hat gute Gründe, auf die Euphoriebremse zu steigen. 

Freising – Der Ministerpräsident hat Grünes Licht gegeben: Mit Beginn der zweiten Pfingstferienwoche am 8. Juni dürfen Freibäder wieder öffnen. Das teilte Markus Söder am Dienstag in einer Pressekonferenz mit. Ob das fresch in Freising aber an diesem Tag schon seinen Re-Start feiert, kann Bäderleiter Alexander Frederking noch nicht versprechen.

„Wir freuen uns narrisch, dass wir wieder aufmachen können“, sagt Frederking. „Stand der Dinge ist aber, dass wir dazu bisher noch nichts Schriftliches an der Hand haben.“ Derzeit hätten die Stadtwerke, die das fresch betreiben, noch keinerlei Informationen über die Auflagen erhalten, die im Hinblick auf die Pandemie eingehalten werden müssen.

Eigenes Konzept steht

Zwar hat Alexander Frederking bereits Konzeptideen in der Schublade liegen. Die orientieren sich bis dato aber an den Anweisungen aus anderen Bundesländern, die bereits vorliegen – etwa aus Nordrhein-Westfalen. „Wir haben unser Konzept zwar noch etwas vorsichtiger gestaltet, weil Bayern ja meist etwas strenger ist“, berichtet der Bäderleiter. Aber letztlich müsse man das, was man bereits ausgearbeitet habe, mit den Vorgaben des Freistaats abgleichen und anschließend mit dem Gesundheitsamt abstimmen. „Da sind die eineinhalb Wochen, die uns bleiben, und in denen auch noch ein Feiertag liegt, relativ kurzfristig.“

Abwartend: fresch-Leiter Alexander Frederking.

Die gute Nachricht: Das Freibad selbst ist bereits bestens präpariert für den Neubeginn, wie Frederking berichtet: „Die Becken sind startklar, die Wasserqualität ist gut.“ Ein weiterer Trumpf ist der separate Freibad-Eingang. Das Hallenbad wird nicht als Durchlauf benötigt und kann geschlossen bleiben. Auch das relativ weiträumige Areal hilft. Zwischen 500 und 700 Besucher könnten sich gleichzeitig im Freibad aufhalten, schätzt Frederking. Dabei haben die Stadtwerke sogar vorsichtig kalkuliert. Während in NRW die Anzahl der Besucher auf eine Person pro zehn Quadratmeter festgelegt ist, planen die fresch-Betreiber mit einer Person pro 15 Quadratmeter.

Anzahl der Schwimmer in den Becken wird begrenzt

Freilich: Im Premieren-Sommer 2019 hatte das Freibad an guten Tagen mehr als 3000 Besucher. „Da werden sicherlich auch zeitgleich mehr als 1000 Menschen im Bad gewesen sein“, schätzt Frederking. „Die Bevölkerung muss sich im Klaren sein, dass sie dieses Jahr nicht das fresch erlebt, das sie im vergangenen Sommer kennengelernt hat.“

Und die Besucher müssen mitspielen und Eigenverantwortung übernehmen. „Wenn alle die Abstandsregeln einhalten, besteht im Bad keine größere Ansteckungsgefahr wie bei einem Einkauf im Supermarkt“, sagt Frederking. Zum Schutz trägt nicht nur die hochwertige Technik bei, die für ständige Reinigung und Desinfektion des Wassers sorgt, sondern auch eigens konzipierte Laufwege auf dem Areal. Da die Anzahl der Menschen in den Becken ebenfalls begrenzt werden dürfte, sollen die meisten Zustiege ins Wasser gesperrt bleiben. „Es wird einen Einstieg und einen Ausstieg geben, damit unser Personal die Anzahl der Schwimmer im Blick behält.“

Wellness muss warten

Geschlossen bleiben müssen neben der Schwimmhalle auch bis auf Weiteres alle Saunen – selbst die, die im Außenbereich liegen. Zwar gebe es vom Sauna-Bund bereits Empfehlungen. Demnach sollte es prinzipiell möglich sein, heiße Saunen zu betreiben, weil die Coronaviren bereits bei 60 Grad abgetötet werden. „Aber auch da“, betont Frederking, „sind wir an die Vorgaben gebunden. Und das bedeutet: Im Augenblick können wir den Wellnessbereich nicht in Betrieb nehmen.“

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