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Für Wut und Entsetzen sorgt in Freising die Beschädigung der Pietà vor der Stadtpfarrkirche St. Georg. 

Vandalismus

Entsetzen über Farb-Anschlag auf Marienfigur

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Graffiti-Schmierereien sind auch in Freising nichts Ungewöhnliches. Dieser Akt von Vandalismus aber sorgt in Freising für Entsetzen und Wut: Kurz vor Allerheiligen wurde die Pietà an der Stadtpfarrkirche St. Georg mit schwarzer Farbe besprüht. Vor allem die Gesichter von Maria und Jesus waren das Ziel dieses Farb-Anschlags.

FreisingDie unbekannten Täter haben zwischen Mittwoch, 31. Oktober, und Donnerstag, 1. November (Allerheiligen), 10 Uhr, zugeschlagen. Da wurde die Schandtat entdeckt und dem Pfarrverband St. Korbinian gemeldet. Pfarrer Peter Lederer und Verwaltungsleiterin Elisabeth Maier waren beide „total geschockt“ und erstatten Anzeige gegen Unbekannt. „Wir sind alle fassungslos“, sagt Elisabeth Maier, „das hat nichts mehr mit einem Halloween-Scherz oder Ähnlichem zu tun“.

Gerade hat Kirchenmaler Florian Böck (49) die Marienfigur der „Schmerzensmutter“ (Mater Dolorosa) mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus aufwändig restauriert. Die Pietà, die laut Pfarrverband aus der Zeit um 1640 stammt, wurde zwei Wochen lang gereinigt und die Farben aufgefrischt. Damit ist es nun nicht einfach getan. „Die schwarze Spray-Farbe kann man nicht einfach übermalen“, weiß Florian Böck, „die hat eine ganz andere Zusammensetzung als die von uns verwendeten Ölfarben. Das verträgt sich nicht“. Die schwarze Schicht müsse ganz vorsichtig entfernt und dann die bisherigen Farben wieder neu aufgetragen werden. „Man muss schauen, ob man es wieder hinbringt“, sagt der erfahrene Kirchenmaler. Böck hat sich die schwer beschädigte Figur selbst angeschaut. „Man muss sich wirklich fragen, wer zu so etwas fähig ist“, ärgert sich der Restaurator.

Die Freisinger Polizei, Tel. (0 81 61) 5 30 50, hofft nun auf Zeugen, die die Sprayer zum fraglichen Zeitpunkt in der Freisinger Innenstadt beobachtet haben. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf 3000 Euro.

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