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Häuser und Schulen sind bei dem Beben eingestürzt, Wassertanks haben Risse bekommen.Foto: privat

Erdbeben in Tansania - auch Marafiki-Projekte betroffen

In 30 Sekunden die Arbeit von Jahren zerstört

Freising - Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die Freisinger Hilfsorganisation Marafiki wa Afrika in Tansania. Hunderte großer Wasserspeicher wurden gebaut. Jetzt reichten 30 Sekunden für einen herben Rückschlag: Die Region westlich des Victoriasees wurde von einem Beben getroffen. Helfen kann man jetzt auf verschiedene Weise.

Die schlechte Nachricht erreichte das Marafiki-Team um Christine Albrecht Anfang der Woche. „Auch unsere Partnerprojekte sind betroffen“, berichtet die Freisingerin – unter anderem Mavuno. Für diese Organisation läuft noch bis zum 24. September im Caritaszentrum in der Bahnhofstraße eine Foto-Benefizausstellung für den Neubau eines Internatshauses für Waisenkinder. Die von Marafiki wa Afrika („Freunde für Afrika“) finanzierten Wassertanks der Familien, etwa im Ort Ihanda, haben Risse bekommen. Ein Großteil von ihnen soll leck sein – Fotos aus Katastrophenregion deuten darauf hin. Christine Albrecht: „Außerdem sind in der Umgebung viele Häuser eingestürzt und auch Menschen verletzt und sogar gestorben.“ Marafiki-Vorstand Franz Pointner berichtet von 16 Toten und etwa 250 Verletzten. Zerstört oder schwer beschädigt ist auch eine Mädchenschule, die Marafiki zusammen mit dem Kolpingwerk unterstützt. Dazu kommen hunderte, wenn nicht tausende dem Erdboden gleichgemachte Wohnhäuser. Bei Marafiki würden vor allem wegen der großen infrastrukturellen Schäden bestimmt bald die ersten Schadensmeldungen und die Bitten um Unterstützung beim Wiederaufbau eingehen, glaubt Christine Albrecht. „Der Schwerpunkt liegt bei uns gerade erst einmal beim seelischen Beistand“. Aber: Reparaturen müssten gerade im Bildungsbereich schnell erledigt werden, etwa um einen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. „Wenn der Wassertank einer Schule betroffen ist, muss er repariert werden oder die Schule zusperren.“ Das Beben ereignete sich am Samstagnachmittag und traf mit der Stärke 5,7 die Region westlich des Victoriasees. Dass das Epizentrum sehr nahe an der Erdoberfläche lag, hatte verheerende Auswirkungen. Zwar hält sich die Zahl der Toten und Verletzten in Grenzen, doch die Infrastruktur hat schwere Schäden genommen – wie eben die Wasserspeicher aus Beton, die Marafiki unter anderem im vom Trockenheit geplagten Tansania hat bauen lassen. Helfen kann man durch eine Spende oder auch durch den Besuch der Ausstellung in der Caritas. Die dort ausgestellten Bilder kann man kaufen und auch auf diese Weise die Partner von Marafiki in Tansania unterstützen.

Spendenkonto.

 Anfang der 1990er Jahre schlossen sich unter dem Namen Marafiki wa Afrika eine Handvoll Tansaniabegeisterte zusammen, die es sich nach Reisen und Kontakten in das Land zur Aufgabe machen wollten, privat und ehrenamtlich zu helfen. Seitdem wurden viele Projekte umgesetzt. Spenden kann man auf Konto-Nummer: 21 972, BLZ 700 310 00, IBAN: DE95 700310000000021972, BIC: BHLSDEM1XXX, Sperrer Bank Freising. 

Helmut Hobmaier

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