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Applaus, Applaus: Zahlreiche Gäste kamen, um sich die riesige Logistikhalle von Weihenstephan anzusehen. Die Staatsbrauerei machte aus der Eröffnungsfeier ein Volksfest.

Millionen-Projekt in Freising

Von hier aus geht das Bier in die Welt: Weihenstephan eröffnet Logistikhalle

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Mit einem großen Volksfest hat die Staatsbrauerei Weihenstephan ihre riesige Logistikhalle in Freising offiziell eröffnet. Dabei war vor  einem Jahr niemandem zum Feiern zumute.

Freising – Es ist die mit Abstand größte Investition in der fast 1000-jährigen Geschichte von Weihenstephan: Für rund 16 Millionen Euro hat die Staatsbrauerei im Freisinger Gewerbegebiet Clemensänger eine Logistikhalle errichtet. Und so ließ sich das Unternehmen nicht lumpen und machte aus der Eröffnungsfeier ein Volksfest – mit Musik der Stadtkapelle, Weißbierkarussell, Ochs am Spieß, Bockerlbahn-Rundfahrten übers Gelände und jeder Menge Prominenz.

Dabei war Josef Schrädler noch vor etwas mehr als einem Jahr gar nicht zum Feiern zumute. Denn im März 2018 erreichte den Direktor der Staatsbrauerei eine Hiobsbotschaft. Als er die schlechten Nachrichten an höherer Stelle weitergegeben habe, sei ihm empfohlen worden, sich hinzusetzen und erst mal einen Korbinian zu trinken – den dunklen Doppelbock von Weihenstephan.

Weihenstephaner Bier geht in über 50 Jahre

Am Ende wurde alles gut, wie Wissenschaftsminister Bernd Sibler in seiner Rede betonte: „Am Anfang ist uns natürlich schon das Herz stehen geblieben. Aber am Ende hat sich die Bauzeit nur um drei Monate verzögert, und auch bei den Mehrkosten sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen.“ 

Sibler  hatte der Staatsbrauerei schon im Januar seine Aufwartung gemacht. Seit Anfang des Jahresist die Logistikhalle in Betrieb. Auf 11 000 Quadratmetern ist nun Platz für 10 000 Paletten. Paletten mit Bier, die auf dem Weihenstephaner Berg gebraut werden, über Shuttle-Transporter ins Logistikzentrum gebracht und dort für den Export in über 50 Länder bereitgemacht werden. Die größten sind die USA, Italien und Israel.

„Weihenstephan braut auf festem Fundament“

„Mit der neuen Logistikhalle beseitigen wir die Platzprobleme auf dem Berg, die uns zehn Jahre begleitet haben, und senken zugleich den Schwerlastverkehr in der Stadt deutlich“, erklärte Schrädler, der auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervorhob. Mit der nahe gelegenen Autobahn als Anbindung sei ein optimaler Vertrieb möglich. „Und wenn bald die Westtangente fertig wird, dann ist auch die Shuttle-Verbindung perfekt.“

Landrat Josef Hauner nannte die neue Logistikhalle in seinen Grußworten als Weihenstephans „Tor zur Welt“. Und Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig bezeichnete die Investition der Staatsbrauerei als „zukunftsweisend“: „Weihenstephan braut auf einem festen und guten Fundament.“ Staatsminister Sibler freut sich bereits auf das nächste Kapitel dieser „unglaublichen Erfolgsgeschichte“ und adelte die Vertreter der Staatsbrauerei: „Weihenstephan ist eine hervorragende Werbung für die Marke und den Standort Bayern.“

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