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Niemand weiß genau, wann und wie die Viren heuer zuschlagen. Es wird trotzdem zur Impfung geraten, denn die Grippe kann einen schweren Verlauf nehmen. 

Erster Grippefall gemeldet

Viren in Lauerstellung

Vorsicht, Grippe! Der erste Fall im Landkreis ist vergangene Woche aufgetreten. Und auch wenn der Höhepunkt erst für Februar/März erwartet wird: Jetzt sei der beste Zeitpunkt, sich impfen zu lassen, erklärt der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Lorenz Weigl. Ein Blick aufs vergangene Jahr zeigt die Notwendigkeit: Von Oktober 2016 bis Mai 2017 gab es 239 Fälle – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Landkreis – Noch blieb die Region von Grippefällen weitgehend verschont – bisher ist erst ein Fall gemeldet worden. Das muss aber nichts heißen, erklärt Weigl. Denn: „Die Grippesaison hat gerade erst begonnen.“ Dabei weiß man nie genau, wie die Viren heuer beschaffen sind. Denn: Sie sind sehr variabel. Das ist auch der Grund, warum die Zahlen der Infektionen von Jahr zu Jahr extrem schwanken können – weil man sich nicht komplett darauf einstellen kann. „Meist kommen die Influenza-Viren von der Südhalbkugel zu uns“, erklärt Weigl. Wenn sie dann auf die Bevölkerung treffen, die mit den veränderten Viren noch keinen Kontakt hat, fällt die Grippewelle deutlich schwerer aus.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen aber trotzdem, „sich jedes Jahr impfen zu lassen“, betont der Gesundheitsamts-Leiter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt jedes Jahr eine Empfehlung heraus, wie sich der Impfstoff zusammensetzen soll – um bestmöglich auf variable Viren vorbereitet zu sein. Einen hundertprozentigen Schutz gebe es aber nicht: „Manchmal passt das besser, manchmal eben nicht“, erklärt Weigl. Es sei immer noch die beste Möglichkeit, mit einer Impfung entsprechend vorzusorgen. Vor allem besonders Gefährdete wie Schwangere, chronisch Kranke wie Diabetiker oder auch Menschen über 60 Jahre sollten schützend vorsorgen. Auch Bürger, „die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben“, schließt Weigl mit ein. Jetzt, Mitte November, sei die beste Zeit, um vorzusorgen. Dann sei der Wirkstoff pünktlich zur Grippesaison wirksam. Bis zur großen Welle, die der Erfahrung nach im Januar beginnen wird, ist auch noch etwas hin. „Der Höhepunkt ist meistens im März“.

Wer sich nicht impfen lassen will – gerade bei Menschen über 60 Jahren liege die Impf-Quote laut Robert-Koch-Institut bei unter 40 Prozent –, sollte zumindest die grundsätzlichen Hygienemaßnahmen ergreifen: Hände oft waschen, in den Ellbogen niesen und Menschenmengen meiden – auch, wenn das nicht immer funktioniert. Unachtsamkeit kann mit einer Erkrankung enden.

239 Fälle – das klingt nicht dramatisch. Allerdings sind das nur die gemeldeten Erkrankungen. Die Dunkelziffer liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wesentlich höher.

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