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Es gibt viel zu entdecken in der Kalligraphie-Ausstellung. Gabriele Murr (l.) und Angelika Schneider haben sich schon seit Jahren der Verbindung zwischen Schriftkunst und Malerei verschrieben.

Ausstellung

Faszinierende Kalligraphie im Alten Gefängnis

Freising – „Schön“ heißt ein kleines Bild, das gleich im ersten Raum zu sehen ist. Sein Titel ist programmatisch für die Ausstellung, die am Donnerstag im Alten Gefängnis eröffnet wurde: Gabriele Murr und Angelika Schneider zeigen ihre Werke. „Kalligraphie ist mehr. . .“ heißt die beeindruckende Werkschau, die die Fähigkeit, schön zu schreiben, mit der schöner Kunst verbindet.

Niall Palfreyman sang Leonard Cohens „Bird on the Wire“. Das waren stille Momente bei der Ausstellungseröffnung, bei der es ansonsten durch den großen Zuspruch und das rege Interesse nur so wuselte. Gabriele Murr und Angelika Schneider, beide Freisingerinnen und beide seit vielen Jahren der Kalligraphie als Kunstform und in Verbindung mit Malerei verfallen, zeigen noch an diesem Wochenende (Samstag, 3. Dezember, und Sonntag, 4. Dezember) jeweils von 11 bis 19 Uhr ihre Kunst.

Ob mit Tusche oder in zarten Aquarellen etwas versteckt, ob als Gemälde aus Acryl, Tusche und Kaffee auf Leinwand, ob als schwarz-weiße Schriftkunst oder als Bild, bei dem die Schrift nur Teil des Werkes ist – ein Besuch der variantenreichen Ausstellung lohnt sich. Ein bisschen Zeit und Muße sollte man allerdings mitbringen, um sich wirklich auf diese Spielart der Kunst einlassen zu können. Denn es gibt viel zu entdecken, was Technik, was Schrift und was Malerei betrifft. Wer sich diese Zeit nimmt, der wird eine kontemplative, eine ruhige Zeit in den Ausstellungsräumen des Alten Gefängnisses erleben – anders als bei der so gut besuchten Ausstellungseröffnung, sondern schon eher so, wie beim Lauschen von Cohens Song. In der Vorweihnachtszeit mag das eine angenehme Abwechslung sein.

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