Anzeige eines Corona-Schnelltests
+
Kostenlose Corona-Schnelltests fordert die FPD vom Landkreis Freising.

Zwei Gruppen sollen Vorrang haben

Freising: FDP-Kreisräte fordern kostenlose Corona-Schnelltests

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
    schließen

Die FDP-Kreisräte wollen allen Bewohnern kostenlose Corona-Schnelltests ermöglichen. Zwei Gruppen sollen aber Vorrang haben.

Freising – Die beiden FDP-Kreisräte Susanne Hartmann und Tobias Weiskopf haben in einem Antrag an Landrat Helmut Petz kostenlose Corona-Schnelltests gefordert. Kreisbürger ohne Krankheitssymptome sollen demnach die Möglichkeit erhalten, sich im Landkreis Freising kostenlos mit einem Antigen-Schnelltest zu testen. Die Verwaltung soll nach Vorbild des Landkreises Pfaffenhofen und der Stadt Nürnberg ein entsprechendes Angebot einrichten. Die Kosten soll die Kreiskasse übernehmen.

„Der Landkreis Freising weist die höchste 7-Tage-Inzidenz aller angrenzender Kreise auf. Wir sind deshalb ganz besonders gefragt, Risikogruppen zu schützen, und müssen alle Kraftanstrengungen zur Eindämmung des Virus aufwenden, damit wir möglichst bald wieder etwas Alltag zurückbekommen können“, begründet Kreisrat Tobias Weiskopf die Initiative. „Das Angebot der kostenfreien Antigen-Schnelltest hat sich in Tübingen, Nürnberg und in Pfaffenhofen bewährt und viele Ansteckungen verhindert“, erklärt Susanne Hartmann. „Denn die Corona-Schnelltests tragen maßgeblich dazu bei, Infektionen schnell zu identifizieren und somit eine Weiterverbreitung stoppen.“

Kostenlose Corona-Schnelltests: Zwei Gruppen sollen Vorrang haben

Die Schnelltestzentren sollen (wie im Nachbarlandkreis Pfaffenhofen) auf den gesamten Landkreis verteilt werden, damit die Bürger kurze Wege zum Testen haben und insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen unkompliziert einen Corona-Schnelltest machen können. Die Öffnungszeiten in den Schnelltestzentren sollen versetzt sein und auch zu Tagesrandzeiten (vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr) geöffnet sein. Außerdem soll eine Spendenbox aufgestellt werden, damit sich Landkreisbürger freiwillig an den Kosten beteiligen können.

Das Angebot soll sich vorrangig an Angehörige, die nach der geltenden Verordnung für einen Besuch in einem Alten- und Pflegeheim einen negativen Coronatest brauchen, und Kontaktpersonen von Risikogruppen richten. Der kostenlose Service soll aber ausdrücklich auch allen anderen Landkreisbürgen zur Verfügung stehen. Menschen mit positivem Test sollen ein Merkblatt bekommen, das sie über ihre Pflichten aufklärt, und schnellstmöglich ergänzend einen PCR-Test machen.

Lesen Sie auch:

Die SPD kämpft um bezahlbare Mieten und startet eine Wohnungsoffensive für Freising. Der Masterplan bietet ein Konzept für die kommenden 15 Jahre.

Auf Geflügelhöfen und auch unter Hobbygeflügelhaltern und -züchtern geht gerade die Angst vor einer Seuche um: Die Vogelgrippe rückt näher.

Sie arbeiten an vorderster Corona-Front - bis zur Erschöpfung: die Intensivpfleger am Klinikum Freising. Ein Stationsleiter berichtet über den Ausnahmezustand.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare