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Zum dritten Blaulichtgespräch kam MdL Florian Herrmann mit Monika Schöpfer (Malteser), Wolfgang Wagner (Navis), Michaela Lochner (persönliche Referentin), Hubert Böck (BRK) und Albert Söhl (BRK, v.l.) ins Gespräch.

Blaulichtgespräch mit MdL Florian Herrmann

Fehlende Rettungsgasse, fehlender Respekt vor den Helfern

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Freising - Blaulichtgespräch, das dritte. Nach Polizei und Feuerwehren durften am Mittwoch die Rettungsdienste Florian Herrmann aus der Praxis berichten, ihre Wünsche und auch Sorgen äußern.

Was BRK und Co. dem innenpolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion bei einer zünftigen Brotzeit mitzuteilen hatten, waren zum einen der Sachstand beim Neubau des BRK-Heims in Freising, zum anderen der Ärger über gewalttätige Patienten.

 Den Unmut über die oft fehlende Rettungsgasse bei Staus auf der Autobahn hatten die Rettungskräfte mit ihren Kameraden von der Feuerwehr gemein (wir haben berichtet). Herrmanns Frage an Albert Söhl, wann es denn nun für das neue Domizil des Roten Kreuzes an der Rotkreuzstraße in Freising den Spatenstich gebe, beantwortete der BRK-Geschäftsführer so: „Noch eine kleine Hürde“ habe man zu überwinden – nämlich die Bauausschusssitzung der Stadt Freising am 9. November, wo das Bauvorhaben auf der Tagesordnung stehe. Die Vorgabe der Stadt, einen Fassadenwettbewerb durchführen zu lassen, habe man erfüllt, die beste Fassade – im Erdgeschoß Glas, im ersten Geschoß eine Putzfassade – ausgewählt. Und: „Es wird ein rotes Haus“, verriet Söhl. Im Frühjahr wolle man also loslegen, muss ab da auf einer Baustelle leben und sich arrangieren. 

Der Freisinger BRK-Rettungsdienstleiter Hubert Böck betonte, dass das neue Berufsbild des Notfallsanitäters und das bisher als Vorlage existierende, nicht unumstrittene Notfallsanitätergesetz dazu führen könne und werde, dass man bei manchen Einsätzen den Notarzt gar nicht mehr benötige. Und das sei angesichts der Personaldecke durchaus zu begrüßen, denn immer weniger Praxis- oder Klinikärzte stellten sich aus Zeitmangel noch als Notarzt zur Verfügung. Und das, so Böck, obwohl „der Rettungsdienst schon ein Job ist, bei dem man viel positives Feedback bekommt“. Denn in den allermeisten Fällen liefere man den Patienten in einer besseren Verfassung ins Krankenhaus ein als in der man ihn vorgefunden habe. Doch nicht immer sind die Patienten für die Hilfe in Notfällen dankbar. Immer öfter würden Rettungskräfte beleidigt, angegriffen, angespuckt oder sogar niedergeschlagen – und das wahrlich nicht nur, wenn allzu viel Alkohol im Spiel sei. „Wieso? Das verstehe ich nicht“, kommentierte Herrmann diese Darstellung. Alle anderen Teilnehmer am dritten und letzten Blaulichtgespräch 2016 in Freising verstanden das auch nicht. Allen blieb nur ein ratloses Kopfschütteln aus Unverständnis über so ein Verhalten.

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