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Im Juli 2023 sollen die Floriansjünger in der Feuerwache 2 in Lerchenfeld einziehen können. 

Neuer Versuch

Feuerwache 2 in Lerchenfeld soll 2023 fertig sein – und wird deutlich teurer

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Es ist so weit: Die Stadt Freising unternimmt einen neuen Versuch zum Bau der Feuerwache 2 in Lerchenfeld. Das Projekt wird jedoch deutlich teurer als bislang geplant.

Freising – Jetzt aber wirklich! Nachdemein erster Anlauf zum Neubau der Feuerwache 2 in Lerchenfeld wegen der Lärmproblematik eingestampft werden musste, startet die Stadt Freising jetzt nach 2016 einen zweiten Versuch. Dem Finanzausschuss wurde eine geänderte Planung vorgelegt, die auf viele bisher offene Fragen eingeht und beste Chancen auf Realisierung hat. Freilich: Statt 5,7 Millionen Euro, die man bisher für das Projekt veranschlagt hatte, wird die neue Feuerwache 2 jetzt wohl knapp acht Millionen Euro kosten. Im Juli 2023 sollen die Floriansjünger dort einziehen können.

Bestand wird ertüchtigt

Hochbauamtsleiter Robert Naujokat sagte, dass man jetzt, nachdem Themen wie Lärmschutz, Feuerwehrbedarfsplan, Entwässerung und Baugenehmigung gelöst und aktualisiert seien, „wieder in die Planung einsteigen“ könne. Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie basiere auf der Erweiterung des bestehenden Gebäudes durch einen dreigeschoßigen Baukörper. Umkleidebereiche, eine Waschhalle und zwei weitere Fahrzeugstellplätze würden geschaffen, außerdem Bereitschafts- und Jugendräume sowie eine Versorgungsküche.

Im zweiten Obergeschoß seien Schulungsräume, Büro- und Lagerflächen sowie die Bereiche Fitness und Sauna untergebracht. Der Bestand, so Naujokat, bleibe weitestgehend erhalten, werde allerdings ertüchtigt. Lediglich der Anbau für den Oldtimer werde abgerissen.

Kosten deutlich gestiegen

Dann ging es um die Finanzen: Gründe, weshalb der Kostenrahmen von 5,7 auf 7,9 Millionen Euro gestiegen ist, seien die allgemeinen Baupreissteigerungen, die Anpassung an den Raumbedarf, das zusätzliche Garagengebäude und eine aufwendige Versickerungsanlage. Wichtig: „Die Maßnahme ist nicht förderfähig.“ Im Klartext heißt dass, dass es keine Zuschüsse gibt. Die gesamten Kosten muss die Stadt alleine tragen. Bis Februar 2021 soll die Genehmigungsplanung vorliegen, so der Zeitplan, im April 2021 soll der Projektbeschluss gefasst werden, Baubeginn könnte im Februar 2022, die Nutzungsaufnahme im Juli 2023 sein.

Während Monika Schwind (FSM) von einer funktionalen und gelungenen Lösung sprach und Susanne Günther (Grüne) „natürlich Zustimmung“ signalisierte, wollte Rudolf Schwaiger (CSU) wissen, ob man angesichts der derzeitigen Lage dieses Projekt finanziell stemmen könne. OB Tobias Eschenbacher antwortete, die Ausstattung der Feuerwehren sei eine Pflichtaufgabe und dürfe deshalb auf jeden Fall Priorität genießen. Freilich: Den Haushaltsberatungen für 2022 wolle er nicht vorgreifen.  

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