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Wertvolle Tipps vom Profi: Florian Wildgruber (l.) trainierte auf Hawaii auch zusammen mit dem Ironman-Titelverteidiger und früheren Olympiasieger Jan Frodeno.

Die Anspannung steigt

Florian Wildgruber startet beim Ironman auf Hawaii

Freising/Hawaii - 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, dann noch einen Marathon laufen – und das alles an einem Stück. Der Ironman auf Hawaii ist eines der härtesten Sportevents der Welt. Einer, der diese Herausforderung heuer zum ersten Mal annehmen will, ist Triathlet Florian Wildgruber aus Freising.

Ein paar Wochen ist es her, dass Florian Wildgruber (25) seinen bisher größten sportlichen Triumph seines Lebens feierte: Europameister der Nicht-Profis wurde Freisings Vorzeigeathlet in Wiesbaden – und das in einem Rennen, das eigentlich lediglich als Vorbereitung auf eine viel größere Herausforderung gedacht war: den Ironman auf Hawaii. Am Samstag, 8. Oktober, wird es nun ernst. 

Wildgruber ist bereits seit Anfang September auf Hawaii, jener traumhaften Inselgruppe im Pazifik. Doch Augen für die Lavafelsen, das schroffe und zugleich schöne Terrain hat der Triathlet nur bedingt: „Mein Ziel ist, dass ich mich nach besten Möglichkeiten auf den Ironman vorbereite“, begründet Wildgruber seine frühe Anreise. Täglich ist Wildgruber momentan rund um den Alii Drive, den wohl bekanntesten Spot des Wettbewerbs, anzutreffen. Mal auf dem Fahrrad, mal auf der Laufstrecke, dann wieder im Pool oder im Meer, wo der Ironman startet. 

Extrem werden die Bedingungen während des Rennens sein, extrem sind sie auch während des Trainings. Das ist ein Grund für die lange Vorbereitungszeit, gerade die europäischen Triathleten müssen sich an die sengende Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad gewöhnen. „Das ist schon außergewöhnlich“, betont Florian Wildgruber. „Da ist es elementar, sich richtig abzukühlen und viel zu trinken.“ 

Dennoch fiebert Freisings bester Triathlet dem Rennen am Wochenende – seinem persönlichen Saisonhöhepunkt – schon entgegen. Aufregung sei momentan zwar noch keine da, lässt der 25-Jährige durchblicken. „Aber die Anspannung steigt natürlich schon von Tag zu Tag.“ 

Als Europameister erkannt wird Wildgruber nicht unter den zahlreichen Athleten, die bereits auf Hawaii angekommen sind. „Allerdings kennt sich ein Großteil der Starter natürlich von anderen Wettkämpfen“, sagt der Freisinger. Unter anderem mit Jan Frodeno, dem vielleicht bekanntesten Triathleten Deutschlands, schwamm Wildgruber vor einigen Tagen ein paar Bahnen und holte sich wertvolle Tipps vom Großmeister des Triathlons. Eine bessere Wettkampfvorbereitung auf das vielleicht anspruchsvollste Sportevent der Welt kann’s nicht geben, hat Frodeno doch nicht nur 2008 olympisches Gold geholt, sondern auch den Ironman 2015 gewonnen.

Matthias Spanrad

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