Es muss schnell gehen: Hier schneidet das Freisinger THW-Team Abstützbalken für ein einsturzgefährdetes Haus in Simbach zu. THW Freising

Das THW Freising in Simbach

Häuser abstützen, Brücken bauen

Freising - 1000 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind nach den verheerenden Überschwemmungen bundesweit im Einsatz. Auch das THW Freising. Seit Samstag, 7 Uhr, befindet sich die erste Bergungsgruppe unter der Leitung von Zugführer Marco Eisenmann und THW-Baufachberater Alexander aHoisl in Simbach. Die Aufgabe der Freisinger: Angeschlagene Gebäude begutachten und bei Bedarf abstützen.

Ein großes Problem sind dabei laut THW die auf bis zum achtfachen ihrer Größe aufquellenden Holzpellets, die erhebliche Risse in den Wänden verursachen. Hier bringt das THW Freising sogenannte Schwelljöcher und Entlastungsöffnungen in die Wände ein. Am Samstag gegen 13 Uhr wurden dann vier weitere Spezialisten der Fachgruppe Brückenbau von Freising nach Niederbayern beordert. Dort wurde durch die Fluten die einzige Zufahrtsstraße zu einem Schulzentrum auf einer Länge von 30 Metern komplett weggerissen (Foto rechts). Die Einsatzstelle wurde vermessen und eine Behelfsbrücke konzipiert. Die transportable Brücke, von deren Typ der THW-Ortsverband 80 laufende Meter eingelagert hat, ist sehr schnell einsatzbereit und ermöglicht Fahrzeugen bis zu 30 Tonnen die Überfahrt. Für weitere Einsätze, so hieß es gestern von Seiten des Freisinger THW, sei man bestens vorbereitet. So verfügt man etwa über fünf schwere Schmutzwasserpumpen. Jede dieser Pumpen schafft 2500 Liter pro Minute – das sind etwa zwölf gut gefüllte Badewannen. Benötigt werden könnte auch der in Freising gelagerte vorgefertigte Rüstholzsatz „Hauseinsturz“, mit dem sehr effektiv beschädigte Häuser bis zu einer Höhe von 15 Metern abgestützt werden können. Wie auch immer: Das THW vor Ort in Simbach, so wird berichtet, sei „hochmotiviert“.

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