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Publikumsmagnet: Christian Christl und Sängerin Scarlet Andrews wussten mit ihrer Musik zu begeistern.

Die „Freisinger Boogie Nacht“ wiederbelebt

Der Boogieman ist zurück

Christian Christl ist zurück. Mit seinem legendärem Format „Freisinger Boogie Nacht“ gelang dem ehemaligen Lokalmatador „C. C. The Boogieman“ im Heurigen auf Anhieb ein Publikumserfolg.

Freising – Der Pianist und Sänger Christian Christl heizte den Besuchern im Heurigen tüchtig ein. Mit mitreißender Musik, mit Blues und Boogie Woogie, mit feinen Spielarten des Genres wie „Vaudeville“. Noch dazu traten im ehemaligen Gasthaus zum Löwen prominente Gastmusiker wie der der Münchner JazzPianist und Sänger Christian Willisohn oder etwa der Freisinger Gitarrist Wolfgang Beck auf. Mit Letzterem knüpfte Christl nahtlos an die Erfolge mit der „Obere Graben Boogie Band“ an. Beck hatte zuletzt die Freisinger Rockszene mit seinem Engagement bei der mittlerweile legendären Rolling Stones-Coverband „The Jumpin’ Jacks“ mitbestimmt.

An Glanzlichtern mangelte es der nun wiederbelebten „Freisinger Boogie Nacht“ also nicht. Da wäre zum Beispiel die Einlage von Christl mit Sängerin Scarlet Andrews zu nennen. Das Duo frönte etwa einem Titel von Bessie Smith. Einem Titel, der dem einst als ebenso frivol wie charmant geltenden und ursprünglich aus Paris stammenden Genre „Vaudeville“ zuzurechnen ist.

Ganz nach dem Geschmack des Publikums war auch das Set von Christian Willisohn. Der bekannte Münchner Blues- und New-Orleans-Jazz-Musiker langte ordentlich in die Tasten, ließ seiner Joe Cocker nicht unähnlichen Stimme freien Lauf. Es brauste unweigerlich Applaus auf, als er ganz nonchalant begann, das Thema des Holledauer Volksmusik-Klassikers „Unser oide Kath“ in sein Blues-Schema einzubauen, es genüsslich zu variieren, auszubauen und am Ende in Richtung der „Pippi Langstrumpf“-Erkennungsmelodie zu entwickeln. Ein Einfall, der zeigte, dass Blues und Jazz nicht etwas aus dem fernen Amerika oder eine ausgereizte Stilrichtung sind.

Kurzum: Christian Christ und seinen Mitstreitern ist mit der Wiederbelebung der von 1989 bis 2004 recht etablierten „Freisinger Boogie Nacht“ ein Überraschungserfolg gelungen. Ein Coup, der nach einer Wiederholung verlangt, wie der inzwischen in Essen lebende Christl bereits in der Pause verlauten ließ. Mit knapp hundert Besuchern wie im „Heurigen“ lässt sich so etwas schon wiederholen.

Der nächste Termin an gleicher Stelle steht Christl zufolge bereits fest: Die nächste Auflage ist für Freitag, 19. Oktober, vorgesehen.

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