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Aus Beton wurde Gold

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Von: Helmut Hobmaier

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Neubau-Wohnungen wie hier am Lankesberg sind etwa doppelt so teuer wie noch im Jahr 2006. © Lehmann

Niedrige Zinsen, gewaltige Nachfrage: Die ImmoPreise im Münchner Umland sind extrem angestiegen. Der Planungsverband (PV) Äußerer Wirtschaftsraum hat jetzt die aktuellen Zahlen im Vergleich zu 2006 vorgelegt. Demnach haben sich die Wohnungspreise im Landkreis verdoppelt. Dabei ist Freising im Vergleich fast noch günstig.

Landkreis – Die aktuellen „Boden- und Immobilienpreise“, die der PV gestern vorlegte, sind spektakulär: Um satte 129 Prozent sind demnach die Wohnungspreise seit dem Jahr 2006 im Landkreis gestiegen. Rechnet man nur Neubauwohnungen, liegt die Steigerung bei immerhin noch 83 Prozent. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden um gut 40 Prozent teurer – ein Wert, der im Vergleich sogar auffallend niedrig liegt. In fast allen Nachbarlandkreisen verdoppelten sich die Häuserpreise seit 2006 beinahe (in ED, DAH und EBE um jeweils mehr als 80 Prozent).

Und die Mieten? Die stiegen im Kreis Freising wie auch bei den Nachbarn um gut 30 Prozent – und zwar von 7,77 Euro (2006) auf inzwischen 10,77 Euro/Quadratmeter (Neubau 8,78 und 11,78). Ausnahme: München (plus 65 Prozent). Ebersberg und Fürstenfeldbruck sind neben München auch hier die teuersten Pflaster. Alle Zahlen zeigen laut PV: Ein Standort rund um München ist höchst attraktiv – doch der Wohnungsbau hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt.

Die Preissteigerungsraten in den Nachbar-Landkreisen sind in etwa gleich – allerdings auf einem doch recht unterschiedlichen Niveau. In Freising kosteten demnach Wohnungen im Jahr 2006 durchschnittlich 1906 Euro/Quadratmeter (Neubau 2625). 2018 muss man 4374 beziehungsweise 4803 Euro hinlegen. Eine nagelneue 100-Quadratmeter-Wohnung schlägt also im Landkreis-Schnitt mit 480 000 Euro zu Buche. Ebersberg hat da bereits die 6000-Schallmauer durchbrochen (6084), Dachau liegt bei 5156, Fürstenfeldbruck bei 5790 und Starnberg bei 6338 Euro/Quadratmeter.

Bei den Preisen für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt Freising den PV-Zahlen nach am unteren Ende der Preisskala. Anno 2006 kosteten Häuser im Schnitt 2593, 2018 dann 3664 Euro pro Quadratmeter. Die Neubau-Werte liegen bei 2863 (2006) und 4084 Euro (Neubau). Erding liegt hier in etwa gleichauf, Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Dachau aber sind wesentlich teurer. So kosten neue Häuser in FFB 6118 Euro, in EBE 5961 Euro und in DAH 5238 Euro/Quadratmeter (ED: 4199).

Interessant auch die aktuellen Bodenpreisrichtwerte – die durchschnittlichen „offiziellen“ Verkaufspreise von Grundstücken. Danach würde Bauland im Kreis Freising im Schnitt 311 Euro/Quadratmeter kosten (Jahr 2006: 205). Laut PV läge der Wert in Ebersberg doppelt so hoch (641) – und auch Erding wäre teurer als Freising (345).

Das alles freilich ist graue Theorie, da es verfügbare Grundstücke eigentlich nicht mehr gibt. „Meistbietend“ heißt hier das Schlüsselwort.

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