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Der Landkreis Freising war der erste, der über die neue Variante der MVV-Tarifstrukturreform entscheiden musste.

Der Widerstand hat sich gelohnt

Freisings Kreisräte sind sich einig: Ja zur MVV-Tarifreform

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Der Landkreis Freising war der erste, der über die neue Variante der MVV-Tarifstrukturreform entscheiden musste. Landrat Hauners Wunsch wurde jedoch nicht erfüllt.

Freising – „Alle schauen auf uns“, redete Landrat Josef Hauner gestern den Kreisräten ins Gewissen. Der Freisinger Kreistag war nämlich der erste, der über die jetzt vorgelegte neue Variante der MVV-Tarifstrukturreform entscheiden musste. Hauners Appell an die Kreisräte, der neuen Vereinbarung zuzustimmen, war erfolgreich: Der Kreistag votierte für diese Reform. Hauners Wunsch, die Abstimmung könnte womöglich sogar einstimmig ausfallen, blieb allerdings unerfüllt: Beate Frommhold-Buhl, SPD und aus Neufahrn, hob bei der Frage nach Gegenstimmen als Einzige die Hand.

Landrat Hauner blickte zurück: Die Nachverhandlungen hätten ein positives Ergebnis gezeigt, sagte er. Die Härten seien gemildert worden, betonte er mit Blick darauf, dass es bei der ersten Variante der Tarifstrukturreform durchaus einige Verlierer gegeben hätte. Freilich: Alle Forderungen hätten zwar nicht erfüllt werden können, aber die 35 Millionen Euro, die der Freistaat bereitstelle, hätten zu wesentlichen Verbesserungen geführt. Zwei Dinge erachtete Hauner bereits jetzt als besonders gut: Zum einen gebe es zum Fahrplanwechsel – anders als normalerweise üblich – keine Tariferhöhung, zum anderen sei ein Sozialticket eingeführt worden.

Grünen-Kreisrat Michael Stanglmaier war ebenfalls zufrieden, weil sich der Kampf und der Widerstand gelohnt hätten. Trotzdem werde und müsse die Tarifstruktur noch besser werden. Für Anton Neumaier, SPD, sowie Stanglmaier aus Moosburg, war die neue Reform und die Zustimmung des Kreistags „eine gute Entscheidung“. Albert Schindlbeck (Linke) betonte, seine Gruppierung werde dieser Variante der Tarifstrukturreform auch zustimmen. Allerdings sei „nicht alles so toll“. Manche Punkte seien „schwer zu schlucken“, beispielsweise, dass der Preis für eine Kinder-Einzelfahrkarte von 1,40 Euro auf 1,50 Euro steige. Trotzdem: „Das ist ein kleiner Tapper in die richtige Richtung“, so Schindlbecks Urteil.

Die Gemeinde Neufahrn hätte gerne gehabt, dass man nicht in Tarifzone 3, sondern in Zone 2 eingeordnet werde, teilte Hauner die Anmerkung von Bürgermeister Franz Heilmeier mit. Kein Wunder also, dass die Neufahrner Gemeinde- und Kreisrätin Frommhold-Buhl der Reform nicht zustimmte und so Hauners Wunsch vom einstimmigen Ergebnis platzen ließ. zz

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