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„Jetzt geht’s ganz nach oben“: Auch der Freestyle ist mit von der Partie beim „Sommer in der Stadt“.

Schausteller Karl Kollmann veranstaltet „Sommer in der Stadt“

Freising freut sich: Statt Volksfest gibt es heuer einen Familienpark - 17 Tage lang

  • Helmut Hobmaier
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Familienpark statt Volksfest: Das erwartet die Freisinger in diesem Sommer. 17 Tage lang soll das Spektakel dauern - mit Fahrgeschäften und einem Biergarten.

Freising - Das Freisinger Volksfest fällt heuer aus – doch geplant ist ein Ersatz, der sich sehen lassen kann: Unter der Regie des Münchner Schaustellers Karl Kollmann (35) soll in der Luitpoldanlage vom 3. bis 19. September ein 15 000 Quadratmeter großer „Familienpark“ entstehen. Rund um einen historischen Biergarten gruppieren sich eine Vielzahl attraktiver Fahrgeschäfte, dazu werden natürlich auch die üblichen Volksfest-Schmankerl offeriert. Seit Wochen steht Kollmann in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung, die voll hinter dem Familienpark steht, wie Adrian Gewald vom Ordnungsamt sagt. Momentan liege das Konzept dem Landratsamt zur Genehmigung vor. Es habe bereits positive Vorbesprechungen gegeben. Es sei deshalb so gut wie sicher, dass der Familienpark genehmigt werde. Auch in anderen Städten habe es dafür grünes Licht gegeben.

Von Himalaya-Bahn bis Dschungelcamp ist alles dabei

Der Mann, der hier als Veranstalter auftritt und das Konzept des „Freisinger Sommer in der Stadt“ konzipiert hat, heißt Karl Kollmann und ist Spross einer alteingesessenen Schausteller-Familie. Er hat seine Fühler in Richtung Schausteller-Kollegen ausgestreckt, um den Freisingern einen möglichst attraktiven Familienpark zu bieten. So dürfen sich die kleinen und großen Besucher nicht nur auf Klassiker wie Autoscooter oder Himalaya-Bahn freuen, sondern auch auf ein „Dschungelcamp“ (mit Gänsehaut-Garantie) und Fahrgeschäfte wie den Freestyle, den Tropical Trip, einen Hüpfburg-Park, eine Schiffschaukel und den Freak, eine 40-Meter-Attraktion, die an einen Riesenventilator erinnert. „Mir war wichtig, möglichst viele Schaustellerkollegen unterzubringen, die wegen Corona eine wirklich schwere Zeit hinter sich haben“, erklärt Kollmann, „unter den Schaustellern sind auch einige Freisinger. Auf der anderen Seite sind die Leute heiß auf eine Art Volksfest. Und ich glaube, dass wir mit dem Familienpark einen super Ersatz bieten können.“ Das Konzept habe sich bereits in anderen Städten bewährt. Derzeit sind einige der Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese im Einsatz. „Wir haben uns jetzt Freising herausgesucht, weil wir aus der Region stammen und uns die Stadt am Herzen liegt“.

Die Hygiene-und Sicherheitsauflagen sind streng

Als Veranstalter trägt Kollmann „die volle Verantwortung“, wie er sagt. Damit dem Familienpark nicht doch noch Corona einen Strich durch die Rechnung machen kann, ist das geforderte Hygiene- und Sicherheitskonzept streng: Nur 400 Plätze bietet der Biergarten, der übrigens deshalb als „historisch“ bezeichnet wird, weil Kollmann dort Traktor-Oldtimer platziert. Insgesamt erlaubt sind bis dato etwa 1000 Besucher, die sich vermutlich vorher registrieren müssen. „Das heißt, dass dann auf dem Gelände außerhalb des Biergartens maximal 600 Leute unterwegs wären“, rechnet Kollmann vor. „Auf 15 000 Quadratmetern verteilt, sieht man die fast nicht mehr“. Der Veranstalter hofft, dass Geimpfte oder Genesene nicht mitgerechnet werden, was die maximale Zahl an Besuchern womöglich deutlich erhöhen würde.

Gestreckt wurde der „Freisinger Sommer in der Stadt“ auf 17 Tage – deutlich länger als das Volksfest – weil sich der enorme Aufwand sonst nicht rechnen würde. „Sicherheits- und Hygienekonzept kosten eine Menge Geld“, sagt Kollmann, „vom Sicherheitsmann bis zum Hygienespender vor jedem Fahrgeschäft“. Deshalb verlange er als Unkostenbeitrag auch beim Eintritt zwei Euro (Kinder ein Euro, unter sechs Jahren Eintritt frei).

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