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Kurzer Plausch am neuen Platz: Josef Englmüller und Bürgermeisterin Eva Bönig beim Fachgespräch mit Robert Weller und Josef Demmel (v. l.) von der PI Freising.

„Das ist das schönste Projekt, das ich je machen durfte“

Frieren und feiern: Erster Bauabschnitt der neuen Freisinger Altstadt eingeweiht

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Auf dem Platz zwischen Weißbräu Huber und Landshuter Hof wurde groß gefeiert. Über 100 Menschen waren gekommen, um den ersten zusammenhängenden Abschnitts des Innenstadtumbaus einzuweihen.

Freising – „Das ist das schönste Projekt, das ich je machen durfte.“ Die, die das sagt, heißt Sonja Rube, ist Projektleiterin der Freisinger Innenstadtkonzeption. Auf dem Platz zwischen Weißbräu Huber und Landshuter Hof wurde groß gefeiert. Über 100 Menschen waren gekommen, um den ersten zusammenhängenden Abschnitts des Innenstadtumbaus einzuweihen. Es gab Glühwein, es gab Punsch, Leberkäs- und Bratwurstsemmeln. OB Tobias Eschenbacher, den Planern von ST raum a. aus Berlin, den Verantwortlichen in der Verwaltung, den meisten Anliegern und eben auch Rube dürfte aber aus anderen Gründen warm ums Herz geworden sein: Was 2009 mit ersten Überlegungen und Beschlüssen begann, was 2013 in einem Wettbewerb weiterging und was 2015 mit den ersten Spartenarbeiten startete, das hat gestern ein erstes wichtiges Etappenziel erreicht: Nach Abschluss der Arbeiten in der Heiliggeistgasse, in der General-von-Nagel-Straße, in der Weizengasse und im ersten Teil der Unteren Hauptstraße wurde ein erster zusammenhängender Abschnitt offiziell eröffnet und dann auch von Pfarrer Peter Lederer und Pfarrerin Dorothee Löser eingeweiht.

OB Eschenbacher hatte bei der Feier mit der Stadtkapelle Freising auch Zahlen mitgebracht: 6750 Quadratmeter Fläche habe man bisher umgestaltet, rund 135 000 Steine habe man verlegt, was rund 3100 Tonnen Granit bedeute. Und der OB war begeistert: Schon jetzt spüre man die Veränderungen im Stadtraum. Wo früher der Raum durch die Gehsteigkanten begrenzt wurde, seien es jetzt die Fassaden, die das Bild prägten und den Raum definierten. Froh war Eschenbacher darüber, dass man in der Adventszeit die Innenstadt weitestgehend von Baustellen habe befreien können.

Aber es geht weiter: 2019 folge als nächster Abschnitt der Umbau der Unteren Hauptstraße zwischen Weizengasse und Amtsgerichtsgasse, 2020 und 2021 dann die Obere Hauptstraße samt der Moosachöffnung.

Einen Freisinger Eisbären sicherte sich Hannah beim Eröffnungsfest auf der General-von-Nagel-Straße.

Tobias Micke, Geschäftsführer der ST raum a., sprach davon, dass es für sein Berliner Büro eine „ganz große Ehre“ sei, in Freising tätig zu sein. Nach fünf Jahren, in denen man nun schon in der Domstadt präsent sei, „fühlen wir uns als halbe Freisinger“. Vor fünf Jahren, so Micke, sei man beim ersten Besuch in Freising „ganz begeistert“ gewesen. Dennoch habe man erkannt: „Es war eine Straßenstadt.“ Es seien viele Gespräche und Abstimmungen erfolgt, Fachplaner und Bewohner hätten Ideen eingebracht, kurz: „Es war ein langer und intensiver Planungsprozess“, blickte Micke zurück. Und dennoch sei die „physische Umsetzung“ der Planungen dann aufregend gewesen. Doch jetzt konnte Micke bilanzieren: „Wir sind sehr angetan von dem Ergebnis.“ Man sei auf einem guten Weg – einem Weg zur Veränderung einer Stadt, der freilich Mut erfordere. Micke wusste auch, dass es Zeit beanspruche, bis die Menschen wüssten, mit dem Neuen umzugehen. Und: „Der Stein braucht Patina.“

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Freilich: Gerade mal 20 Prozent des gesamten Innenstadtumbaus seien erst realisiert. „Die zwei großen Brocken stehen noch bevor“, so Micke: der Marienplatz und die Moosachöffnung. Für Stadtplanerin Rube freilich steht jetzt schon fest: Freisings Innenstadt – ihr schönstes Projekt.

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