1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Freising

„Helfen Sie mit, die Krise zu meistern!“ Freisinger Tagblatt startet Spendenaktion „Menschen in Not“

Erstellt:

Von: Helmut Hobmaier

Kommentare

Eine einsame Seniorin blickt traurig aus dem Fenster
Eine Perspektive für „Menschen in Not“ bietet das FT mit seiner gleichnamigen Spendenaktion. © Picture Alliance

Job-Verlust, Kurzarbeit, psychische Erkrankungen: Corona hat die soziale Lage im Landkreis verschärft. Die FT-Spendenaktion „Menschen in Not“ will helfen.

Landkreis – Der Verlust der Arbeitsstelle, eine schwere Krankheit, Gewaltdelikte: Das Schicksal schlägt oft unerbittlich zu – und ohne Vorwarnung. Dazu kommt, dass auch im Landkreis Freising zahlreiche Menschen durch die Pandemie Einkommenseinbußen erleiden – und parallel dazu alles extrem teuer wird. Vielen hat es deshalb den Boden unter den Füßen weggezogen: Es sind unsere Nachbarn, die jetzt unsere Hilfe brauchen.

Die Spendenaktion „Menschen in Not“, die Landkreisbürgern unter die Arme greift, ist deshalb wichtiger denn je. Ab heute bitten das Freisinger Tagblatt und der Verein „Menschen in Not“ e.V. wieder die Leserinnen und Leser um Spenden.

Menschen mit dem Rücken zur Wand

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat sich die Lage für viele im Landkreis inzwischen dramatisch verschlechtert. Sie haben ihren Job verloren, mussten lange kurzarbeiten – oder wurden selbst krank. Weit mehr als 10 000 Menschen haben sich bereits mit dem Corona-Virus infiziert – und viele davon wurden schwer krank. Daneben setzt die Dauerkrise den Menschen auch seelisch zu.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

„Viele Menschen machen seit langem schwere psychische Krisen durch“, berichtet etwa Beate Drobniak vom Diakonischen Werk Freising. Beratungsstellen sind überlastet, finanzielle Hilfen meist ausgeschöpft. Auch andere karitative Einrichtungen und Selbsthilfegruppen berichten davon, dass viele Menschen mit dem Rücken zur Wand stehen – seelisch, aber auch materiell.

Unbürokratische Unterstützung in schwierigem Winter

Mit den Spenden seiner Leser möchte das Tagblatt daher in diesem schwierigen Winter unbürokratisch unterstützen, wo besondere Notlagen entstanden sind. Die Heimatzeitung berichtet an authentischen, aber anonymisierten Fallbeispielen, warum es so wichtig ist, jetzt mit einer Spende zu helfen. Das Geld wird zunächst auf dem bekannten Konto 190 bei der Sparkasse gesammelt und kommt dann über etwa zwei Dutzend karitative Einrichtungen, Vereine oder Selbsthilfegruppen ohne einen Euro Abzug direkt zu den Betroffenen.

Vom Freisinger Tagblatt wurde der Verein „Menschen in Not“ gegründet. Der gemeinnützige Verein stemmt die Spendenaktion. Logo: Wöhr
Vom Freisinger Tagblatt wurde der Verein „Menschen in Not“ gegründet. Der gemeinnützige Verein stemmt die Spendenaktion. © Logo: Wöhr

Warum ist es so wichtig zu helfen? Ein Beispiel aus dem Landkreis Freising: Der Vater dreier Kinder ist unheilbar erkrankt. Der Tumor hat bereits gestreut. Auch Therapien können das Wachstum nur kurz stoppen. Bis zu seinem Tod werden er und seine Familie vom Hospizverein liebevoll betreut, sodass der Schwerstkranke schließlich zuhause sterben kann – was ohne Spenden so nicht möglich wäre.

Jeder Euro bleibt im Landkreis Freising

Von ähnlichen Notfällen berichtet auch die Wärmestube, die Caritas, das BRK und zahlreiche weitere Einrichtungen und Hilfsangebote. Dringend unterstützt werden müssen auch das Kinderheim St. Klara in Freising, Einrichtungen der Lebenshilfe, Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftshilfen. Vor eineinhalb Jahren hat das Freisinger Tagblatt den Verein „Menschen in Not“ gegründet, dessen Zweck in der ehrenamtlichen Abwicklung der Spendenaktion besteht – eine stabile Basis.

Wer spendet, kann sich sicher sein: Jeder Euro bleibt im Landkreis Freising und kommt Menschen zugute, die das Geld wirklich brauchen. Es sind schwierige Zeiten. Helfen Sie mit, sie zu überstehen!

KONTO 190
SPARKASSE FREISING
IBAN: DE57700510030000000190

Beispiel-Fälle:

- Eine 85-jährige Frau lebt noch zuhause in ihrer kleinen Wohnung. Die Seniorin ist schwer gehandicapt durch Lymphödeme und Wirbelsäulenschäden. Sie muss auch dreimal pro Woche zur Dialyse. Die AWO unterstützt sie dabei. Die Pflegekasse bezahlt aber nicht so wichtige Hilfen wie Unterstützung beim Ankleiden oder Duschen. Das bestreitet die Arbeiterwohlfahrt mit Spenden aus der Aktion „Menschen in Not“. Eine unbürokratische Hilfe für einen tapferen Menschen am Ende seines Lebens!

- Die Mitarbeiterin eines Supermarkts wird an ihrem Arbeitsplatz von einem Kunden brutal überfallen. Als sie einen Notruf absetzen kann, hat sie bereits drei schwere Stichverletzungen. Sie muss für längere Zeit ins Krankenhaus, und die seelischen Wunden verheilen noch langsamer. Auf ihrem langen Weg zurück in die Normalität (und zu ihrem Arbeitsplatz) betreut sie der Weiße Ring – dank der Spenden der Tagblatt-Leser.

- Völlig unverschuldet ist ein Ehepaar in finanzielle Not geraten. Beide arbeiten im Niedriglohnsektor und mussten sehr lange Zeit coronabedingt in Kurzarbeit. Während dieser Phase kamen hohe Nebenkosten- und Stromnachforderungen. Bei den Kindern wurden Zuzahlungen beim Kieferorthopäden fällig, und schließlich ging auch noch das Auto der Familie zu Bruch. Selbst nach Ausloten aller staatlichen Hilfsmöglichkeiten blieben Rückstände. Der Kinderschutzbund springt jetzt der Familie bei – dank Spenden aus der FT-Aktion.

Auch interessant

Kommentare