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Sportlerin des Jahres mit 744 Stimmen: Tagblatt-Redaktionsleiter Helmut Hobmaier überreicht an Biathletin Theresa Straßberger die Sieger-Trophäe.

Sportlerehrung des Freisinger Tagblatts

Sportlerin des Jahres: Aufgeben gibt‘s bei Theresa Straßberger nicht

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Bei den deutschen Meisterschaften im Herbst lief es noch optimal für Theresa Straßberger, und ihr Ziel, sich für die Junioren-WM im Februar 2017 in Ostrov (Russland) zu qualifizieren, schien machbar. Doch medizinisch zunächst nicht erklärbare Bauchschmerzen bedeuteten eine unfreiwillige Zwangspause.

Au/Hallertau – „Ich war zuletzt einfach nicht fit und nach dem Übertraining weit hinter meinen Erwartungen zurück“, beschreibt die 21-Jährige rückblickend ihren Zustand. Der hatte dazu geführt, dass sie von ihrem Trainer Kristian Mehringer – die Gesundheit geht vor – Ende Januar für den Rest der Saison aus dem Wettkampf genommen worden war.

Übertraining? – „Du wachst morgens auf, und obwohl du geschlafen hast, bist du total erschlagen. Du stehst am Start, willst eigentlich schnell laufen, weißt aber, dass du keinen Fuß vor den anderen setzen kannst“, beschreibt Theresa Straßberger das seltsame Gefühl und die komische Stimmungslage, die sie bei diesem bislang unbekannten Leistungstief beschlichen hatte.

Anfangs, so räumt die sympathische Sportlerin ein, habe sie sehr daran zu knabbern gehabt, dass für sie die Wettkampfsaison zu Ende war, und die großen Ereignisse, wie eben die Junioren-Weltmeisterschaft, ohne sie ablaufen würden. „Aber es war die richtige Entscheidung“, sagt sie rückblickend, die die Hallertauerin im übrigen gemeinsam mit ihrem Trainer getroffen hat.

Fotostrecke: So lief die Sportlerehrung

Fotostrecke: So lief die Sportlerehrung

„Ich wäre nicht mehr fit geworden“, sagt sie, denn auch die 14-tägige Pause nach der Deutschen waren nicht Regeneration genug. Die Enttäuschung darüber, dass sie nicht an der WM habe teilnehmen können, ist mittlerweile verflogen, auch wenn es ihre letzte Möglichkeit als Juniorin gewesen war. Nun gehört die 21-Jährige dem Damen-C-Kader an, wo eine Qualifikation nicht einfacher wird.

Aber Theresa Straßberger – seit August 2016 ist sie Zeitsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen – ist zuversichtlich, dass es wieder aufwärts geht. Die Regeneration ist auf dem besten Wege. Zu Hause habe sie gut entspannen können, auch den Kopf freibekommen von dem, was sie vielleicht im Unterbewusstsein belastet hat. Sie ging Skifahren und war im Fasching dabei, machte Dinge, für die sie sonst keine Zeit gehabt hätte.

„Ich merke, dass es aufwärts geht“, sagt sie. Und es tut ihr sehr gut, „dass die Bundeswehr mir den Rücken stärkt“. Derzeit absolviert sie in Sonthofen (Allgäu) einen Übungsleiter-Lehrgang „Breitensport“ und ist begeistert, viele neue Sportarten ausprobieren zu können.

Und dann hat sie selbstverständlich schon wieder ein großes Ziel vor Augen, den IBU-Cup (Wettbewerb der Internationalen Biathlon Union). Empfehlen will sie sich mit einer guten Leistung bei den nationalen Titelkämpfen im September sowie bei der internen Qualifikation im November. Denn eines zählt für die 21-Jährige: Aufgeben gilt nicht!

Das sind Sportler und Mannschaft des Jahres

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