Berufliche Dates auf digitalem Weg ermöglicht das Freisinger Tagblatt in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Unternehmen und Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen. Screenshot: Eser
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Berufliche Dates auf digitalem Weg ermöglicht das Freisinger Tagblatt in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Unternehmen und Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen.

Hochkarätige Partner mit an Bord

Matchplan für den Ausbildungsmarkt: FT veranstaltet digitale Messe - Registrierung beginnt jetzt

  • Manuel Eser
    VonManuel Eser
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Das Freisinger Tagblatt veranstaltet eine digitale Ausbildungsmesse - in Zusammenarbeit mit hochkarätigen Partnern. Wer will, kann sich jetzt registrieren.

Freising – In Zeiten von Corona soll diese digitale Veranstaltung Unternehmen und zukünftige Fachkräfte zusammenführen: Unter dem Motto „Match your future“ veranstalten das Freisinger Tagblatt und der Erdinger Anzeiger in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landratsämtern und Kreishandwerkerschaften sowie der IHK München/Oberbayern ein digitales Azubi-Event.

Die Messe, die sowohl Corona als auch kommenden Recruiting-Trends Rechnung trägt, orientiert sich stark an den Bedürfnissen aller Beteiligten. Unternehmen können sich jetzt bereits registrieren, kommende Azubis demnächst.

Warum digital?

Keine Jobbörsen und keine Praktika – Corona hat auch das Azubi-Recruiting vollständig ausgebremst. Seit über einem Jahr haben keine Berufsmessen mehr stattfinden können – fatal, wie auch die aktuellen Zahlen der Freisinger Arbeitsagentur zeigen: Aktuell sind im Gesamtbezirk (Freising, Erding, Dachau, Ebersberg) 1206 gemeldete Berufsausbildungsstellen unbesetzt, allein 374 im Kreis Freising. Ein großes Problem, wie Kreishandwerksmeister Martin Reiter betont: „Weil sämtliche Messen ausgefallen sind, kommen wir einfach nicht mehr an Jugendliche heran.“

Zeit, dass sich das ändert. Mit der digitalen Azubi-Messe können in einer Epoche des Fachkräftemangels suchende Unternehmen und motivierte Jugendliche zusammenkommen – unabhängig davon, wie sich Corona entwickelt.

Wie funktioniert’s?

Über eine bereits bewährte Recruiting-Plattform können sich in einer ersten Runde Unternehmen registrieren lassen, später auch Jugendliche, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. Ein Profil mit den wichtigsten Daten und Informationen lässt sich ebenfalls bequem erstellen. Dabei geht es nicht nur um Noten und Abschlüsse, sondern auch um Talente, Interessen und besondere Vorzüge, mit denen man punkten kann.

Sobald alle Daten eingegeben sind, kann es losgehen. Personalvertreter haben die Möglichkeit, sich Profile von Bewerbern ansehen, kommende Azubis können sich über die registrierten Betriebe informieren. Findet etwa ein Jugendlicher eine Firma spannend, kann er das Profil mit einem Like versehen. Hat das Unternehmen auch an dem Bewerber Interesse, so entsteht ein Match. Umgekehrt funktioniert das Prinzip natürlich genauso – ähnlich wie bei der Dating-App Tinder.

Damit ist eine erste Basis gelegt. Beide Seiten können sich in einem ersten Chat austauschen und in diesem Rahmen, wenn es funkt, auch ein Video- oder Telefongespräch vereinbaren. Das wiederum geht an einem der beiden Matching Days über die Bühne, die am 26. und 27. November digital stattfinden. „Beide Seiten wissen bereits im Vorfeld, ob sie zueinander passen“, sagt Christian Birkholz, Regionalleiter des Freisinger Tagblatt. „Das sorgt für gute Stimmung und bringt mehr Erfolg.“

Was sind die Vorteile?

Die digitale Messe gibt Unternehmen die Möglichkeit, mit Ausbildungskandidatinnen und -kandidaten ins Gespräch zu kommen. Sie greift vor allem aber auch den Jugendlichen unter die Arme. „Wenn man über Berufsmessen schlendert, sieht man immer wieder, dass Jugendliche sich eigentlich für einen Stand oder einen Beruf interessieren, aber sich nicht trauen, hinzugehen und Kontakt aufzunehmen“, betont Christian Birkholz. „Entweder weil sie in einer Gruppe mit anderen Jugendlichen unterwegs sind, oder weil der Mann mit Anzug und Krawatte sie eventuell abschreckt.“

Derartige Berührungsängste gibt es bei einer ersten Kontaktaufnahme per App nicht. Zumal Jugendliche ihr erstes berufliches Rendezvous mit einem Werkzeug startklar machen können, das ihnen meist besonders vertraut ist: ihr Handy. „Und noch etwas kommt hinzu“, sagt Birkholz. „So wie die Profile angelegt sind, können Jugendliche oft anders punkten als nur mit guten Noten.“

Bitte melden!

Unternehmen, die bei dem digitalen Azubi-Event dabei sein und sich ihren individuellen Top-Azubi angeln wollen, können bis 1. Oktober ihr Unternehmensprofil buchen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an freising@merkurtz.media oder unter Tel. (0 81 61) 1 86 41. Auf diesem Weg ist auch die Anmeldung möglich. Sobald in der App ein spannendes Portfolio an Unternehmen entstanden ist, wird das FT in einer zweiten Runde Jugendliche dazu aufrufen, sich registrieren zu lassen.

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