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2G bleibt vorerst in Bayern: Wirte warnen - Regel-Verschärfung wäre „katastrophal“

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Impfzertifikat und Ausweis der Gäste kontrolliert Anna Elisabeth Hofmeier vor ihrem Haus. Vorerst bleibt es in Bayern bei der 2G-Regel.
Impfzertifikat und Ausweis der Gäste kontrolliert Anna Elisabeth Hofmeier vor ihrem Haus. Vorerst bleibt es in Bayern bei der 2G-Regel. © Lehmann

Vorerst bleibt es in Bayern bei der 2G-Regel in Gaststätten, Kneipen und Cafés. Das lässt Freisings Wirte zumindest ein bisschen aufatmen.

Landkreis – Auf dem ersten Corona-Gipfel des Jahres sind wegen der erwarteten Omikron-Welle die Corona-Maßnahmen angepasst worden. So soll bundesweit in Restaurants, Kneipen und Cafés künftig die 2G-plus-Regel gelten. Heißt: Wer nicht geboostert ist, braucht dann einen Negativ-Test. Der Freistaat hält den Beschluss für kritisch und zieht vorerst nicht mit. Ein leichtes Aufatmen bei den Wirten – auch im Landkreis Freising.

2G-plus in der Gastronomie: Bayern zieht vorerst nicht mit

Die 2G-plus-Regel wäre für die Vorsitzende der Kreisstelle Freising des Bayerische Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, Anna Elisabeth Hofmeier, „katastrophal“. Hofmeier, selbst Wirtin einer großen Gaststätte samt Hotel mit 80 Betten, sieht eine Verschärfung der Zutrittsbeschränkungen auf Geboosterte oder Geimpfte mit tagesaktuellem Covid-Test nicht als angemessen und auch nicht notwendig.

In der Gastro, so Hofmeier, stecken sich die wenigsten Menschen an – das sei ihrer Meinung nach längst bekannt. Mit 2G habe sie bis dato gute Erfahrungen gemacht, so Hofmeier, ihre Gäste seien diesbezüglich immer einsichtig und ohne jeglichen Diskussionsbedarf gewesen.

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Allerdings seien auch schon durch 2G zahlreiche Veranstaltungen, wie beispielsweise die meisten Weihnachtsfeiern im vorigen Dezember, gecancelt worden. Jetzt auch noch Corona-Tests vor dem Einlass zu kontrollieren, würde für Hofmeier nur eines bedeuten: „Noch mehr Aufwand für noch weniger Umsatz!“ Für sie und ihre Kollegen wäre die 2G-plus-Regel „wie ein Lockdown“, sagt Hofmeier.

Corona in Bayern: Schon wegen 2G in Gastronomie viele Veranstaltungen abgesagt

Aktuell muss sie schon mit rund 60 Prozent Einbußen in ihrer Gaststätte und dem Hotel leben, mit 2G plus wäre ihr Geschäft „dann tot“. Vernünftiger wäre es ihrer Meinung nach, dann gleich Nägel mit Köpfen zu machen: „Lieber zwei Wochen schließen müssen, als 2G plus.“ Warum? Dann würde nämlich die finanzielle staatliche Nothilfe greifen. „So haben wir Null Umsatz, aber laufende Kosten“, erklärt Hofmeier. Alles andere, und davon ist sie überzeugt, kommt einer geplanten Katastrophe gleich.

Ein leidiges Muss: Von seinen Gästen lässt sich Michael Dördelmann vom Bräustüberl die benötigten Dokumente zeigen.
Ein leidiges Muss: Von seinen Gästen lässt sich Michael Dördelmann vom Bräustüberl die benötigten Dokumente zeigen. © Lehmann

Auch Michael Dördelmann, Geschäftsführer des Bräustüberls Weihenstephan, ist überzeugt: „Vielen wird es zu viel Aufwand sein, sich für einen Kaffee oder ein Feierabendbier testen zu lassen.“ Somit würde nach den Veranstaltungen auch noch die Laufkundschaft wegfallen, sollte tatsächlich „2G plus“ greifen. Allein schon durch die 2G-Regel sei das Bräustüberl „nur halb so stark ausgelastet wie sonst“, berichtet er. „Mit 2G plus würde das ja noch schlimmer werden.“ Vorerst bleibt es aber bei „2G“.   Richard Lorenz und Cornelia Schramm

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