Huhn schaut aus Stall. dpa
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Darf wieder raus: Ab 1. Mai ist die Stallpflicht für das Haus- und Nutzgeflügel im Kreis Freising aufgehoben.

Aufruf zur Meldepflicht

Stallpflicht für Geflügel wird aufgehoben - doch Gefahr ist noch nicht ganz gebannt

Ab 1. Mai wird die Stallpflicht für Geflügel im Kreis Freising aufgehoben. Doch da die HPAIV-Gefahr noch nicht ganz gebannt ist, ergeht ein Appell an die Halter.

Landkreis – Die Stallpflicht für das Haus- und Nutzgeflügel ist ab Samstag, 1. Mai, aufgehoben. Das gibt das Landratsamt Freising per Allgemeinverfügung bekannt. Nach der Ausbreitung des Erregers der Geflügelpest (HPAIV) seit Januar 2021 in der Wildvogelpopulation in Bayern sowie in einigen Haus- und Nutzgeflügelbeständen nimmt die Zahl der festgestellten HPAI-Fälle in Bayern seit Anfang April wieder deutlich ab. In den vergangenen rund zwei Wochen wurde in ganz Bayern keine HPAI-Infektion mehr nachgewiesen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kommt daher in einer aktuellen Risikobewertung zu dem Schluss, dass das Risiko einer direkten oder indirekten HPAIV-Einschleppung ausgehend von Wildvögeln nur noch als mäßig bis gering einzustufen ist. Aufgrund dessen und der Tatsache, dass im Landkreis Freising bisher keine HPAI-Infektion nachgewiesen wurde, wird die mit Allgemeinverfügung vom 10. März angeordnete Stallpflicht im gesamten Landkreis mit der ab 1. Mai gültigen Allgemeinverfügung wieder aufgehoben.

Zwei Enten im Kreis Erding positiv auf HPAI-Virus getestet

Das Geflügelpestgeschehen ist zwar offensichtlich rückläufig. Allerdings wurden in den vergangenen Wochen aus Polen und Tschechien noch eine Reihe von HPAI-Ausbrüchen bei Geflügel und gehaltenen Vögeln gemeldet. Auch im Kreis Erding wurden Ende März in einer Geflügelhaltung zwei Enten positiv auf das HPAI-Virus getestet. Das Auftreten vereinzelter HPAI-Fälle ist daher weiterhin nicht auszuschließen. Die Allgemeinverfügung vom 1. Februar 2021, die unter anderem erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen im Landkreis Freising vorsieht, wird daher vorerst in Kraft gelassen.

Vorsorglich fordert das Veterinäramt Freising nochmals alle Geflügelhalter auf, ihre Tierhaltungen – auch Kleinstbestände – beim Landwirtschafts- und Veterinäramt sowie der bayerischen Tierseuchenkasse anzumelden. Wer (Hobby-)Geflügelhalter ist, seine Tierhaltung jedoch bislang noch nicht angezeigt hat, muss das umgehend nachholen. Bitte geben Sie dazu unter Telefon (0 81 61) 60 01 23 oder per E-Mail an veterinaeramt@kreis-fs.de Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere an. Auch Kleinsthaltungen sind unbedingt zu melden, so das Landratsamt. Auf der Homepage des LGL finden sich aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern. ft

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