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Im vollbesetzten Asamfoyer blickte Günther Lehrmann (r.) auf das Vereinsjahr 2015 zurück. Christian Later referierte über archäologische Bausteine zur Stadtentwicklung.

Historischer Verein zieht Bilanz

Geordnetes und tragfähiges Fundament

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Freising - Der Historische Verein steht auf soliden Füßen – inhaltlich und finanziell gesehen. Vorsitzender Günther Lehrmann hatte interessante Zahlen für die Mitglieder dabei

Die Umbaumaßnahmen auf dem Domberg haben auch Auswirkungen auf den Historischen Verein. 2015 beispielsweise musste man sich darum sorgen, wo die vereinseigene Bibliothek während der Umbauarbeiten an und in der Dombibliothek untergebracht werden könnte. 

Günther Lehrmann, der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins, konnte am Montag bei der Jahreshauptversammlung Entwarnung geben: Die Sammelblätter des Historischen Vereins und das Archiv haben in der Michaelsklause des Kardinal-Döpfner-Hauses Unterschlupf gefunden, die Zeitschriftensammlung – laut Lehrmann der „Stolz“ des Vereins – wurden für die kommenden Jahre in diejenige Halle in Neufahrn ausgelagert, in der auch der Bestand der Dombibliothek Unterschlupf gefunden habe.

 Und auch sonst gab es aus dem Munde Lehrmanns im Asamfoyer nur gute Vereinsnachrichten zu vernehmen: Der Mitgliederstand sei im Verlauf der vergangenen zwölf Monate von 685 auf 692 gestiegen, konnte Lehrmann verkünden. Das Sommer- und Winterprogramm des vergangenen Jahres habe „eine erfreuliche Akzeptanz“ erfahren, was zeige, dass der Vorstand mit der Themenauswahl richtig liege. Auch der Festakt zum 125. Geburtstag des Historischen Vereins Freising im Oktober 2015 sei ein Erfolg gewesen. Erfolgreich sei man auch bei der Beschaffung und dem Erwerb weiterer wertvoller Stücke für die Sammlung des Vereins gewesen, blickte Lehrmann zurück. Außerdem: Die derzeitige Finanzlage sei „ein solides, geordnetes und tragfähiges Fundament unserer Arbeit“. In Zahlen: Bei Einnahmen von über 51 000 Euro habe man in 2015 ein Minus von knapp 3000 Euro gemacht. Und das in einem Jahr, in dem man ein Sammelblatt – das 43. mit dem Titel „Freising im Visier“ – herausgebracht hat.

Wie fast immer, schloss sich auch am Montag an die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins ein Vortrag an. Christian Later vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege referierte: „Vom herzoglichen palatium zur domus episcopalis – Archäologische Bausteine zur Stadtentwicklung Freisings vom frühen zum späten Mittelalter“. Der Vortrag, der in schriftlicher Form am Jahresende in dem großen Werk zur Denkmaltopographie Freisings erscheinen wird, zeichnete sowohl anhand schriftlicher Quellen als auch archäologischer Funde die Entwicklung der Freisinger Stadtgeschichte zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert nach. Und das war die Zeit, in der aus der Herzogspfalz der Bischofssitz wurde, und in der Namen wie Grimoald und Korbinian eine wichtige Rolle spielten.

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