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Massiv bedroht hat ein Vermieter seine 33 Jahre alte Mieterin.

Mann bedroht 33-Jährige

„Wenn ich nicht zahle, werde ich kein Leben mehr haben“: Vermieter flippt komplett aus

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Weil eine Frau ihre Wohnung kündigen wollte, ist der Vermieter völlig ausgeflippt - und bedrohte die Frau massiv. Nun stand der 50-Jährige vor Gericht. 

Freising – In einem der letzten Prozesse vor dem Amtsgericht vor den Corona-Beschränkungen hat sich ein 50-Jähriger aus Freising unlängst wegen Bedrohung verantworten müssen.

Etwa ein halbes Jahr lang hatte der Angeklagte ein Zimmer seiner Wohnung an eine 33-jährige Angestellte vermietet. Als die 33-Jährige ihm mitteilte, kurzfristig ausziehen zu wollen, verlor der Mann die Nerven. Einen Mietvertrag gab es anscheinend nicht. Über Modalitäten der Untervermietung – wie etwa monatlicher Mietzins, Telefongebühren und Kündigungsfristen – hatten sich die Parteien per Handschlag geeinigt. Auf den ersten Blick schien die 33-Jährige bei dem Angeklagten eine ideale Unterkunft gefunden zu haben. Das Verhältnis sei im Grunde gut gewesen, erläuterte die Frau vor Gericht. Außerdem sei man sich wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten kaum begegnet. Weshalb die Frau dennoch ausziehen wollte, behielt sie für sich.

33-Jährige im Prozess immer noch angeschlagen

Ihre unerwartete Kündigung muss den Angeklagten am Abend des 18. Oktober 2019 in Panik versetzt haben. Von einem Moment zum nächsten habe der Mann die Nerven verloren. Einem Gespräch soll er sich verweigert haben, seine Untermieterin bloß angeschrien haben.

Die 33-Jährige wirkte im Prozess noch immer angeschlagen. Mit leiser Stimme erzählte sie, wie der Angeklagte ihr zunächst eine zusätzliche Monatsmiete abverlangt und sie schlussendlich bedroht habe. „Er hat gesagt, wenn ich nicht zahle, werde ich kein Leben mehr haben.“ Die ganze Zeit über habe ihr Vermieter nur geschrien. „Es war nicht möglich, mit ihm zu reden.“ Wie sich im Prozess herausstellte, war der Angeklagte selbst ziemlich knapp bei Kasse. Freiwillig unterstützt er seine Tochter und die getrennt von ihm lebende Mutter. Seiner Untervermieterin will er daher mitgeteilt haben, ohne ihre monatlichen Mietzahlungen in Höhe von 370 Euro finanziell am Ende zu sein: „Dann bin ich tot!“ 

Polizeibeamter begegnete einer „komplett aufgelösten“ Frau

Die 33-Jährige flüchtete sich zu einem Bekannten. Der schickte sie sofort zur Polizei weiter. Der Beamte erinnerte sich vor Gericht, seinerzeit einer „komplett aufgelösten, sehr verstörten“ Frau begegnet zu sein, die von ihrem Vermieter offenbar „massiv bedroht“ worden war. Der Polizist begleitete damals die Frau zur Wohnung des Mannes, ließ sie das Notwendigste aus ihrem Zimmer holen. Den 50-Jährigen unterzog er einer sogenannten „Gefährderansprache“. Seinem Eindruck nach war der Mann überrascht, von der Polizei Besuch zu bekommen. Er räumte seinerzeit ein, sehr emotional reagiert zu haben. Die Folgen seines Auftritts habe er anscheinend unterschätzt.

Das Gericht hieß dessen Reaktion keineswegs gut. Der Vorsitzende Richter verurteilte den 50-Jährigen zu einer Geldstrafe über 2250 Euro (50 Tagessätze zu 45 Euro). 

Die Polizei in Freising macht ernst: Wer sich nicht an die, wegen des Coronavirus verhängten Ausgangsregeln hält, bekommt eine Anzeige.

Die Entwicklungen und Neuigkeiten zum Coronavirus in Freising lesen Sie immer aktuell hier.

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