Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Nicht schlecht bestellt ist es heuer um den Mais, den bei der gestrigen Erntefahrt (v. l. ) Thomas Kohl (Maschinenring), Landwirtin Irmgard Radlmaier, BBV-Kreisobmann Georg Schmid, Anton Mitterer (AELF), Landwirt Georg Radlmaier, Lorenz Oberndorfer (BBV-Fachberater) und Ralf Huber (stellvertretender BBV-Kreisobmann) in Augenschein nahmen. „Derzeit schiebt der Mais gewaltig an“, hieß es. Die Anbaufläche aber schrumpft.

Erntefahrt im Landkreis Freisng

Getreide-Hochburg statt Maiswüste

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Wolfersdorf - 47 777 Hektar Fläche werden im Landkreis Freising derzeit ackerbaulich genutzt. Die Getreideernte 2016 dürfte gut ausfallen. Allerdings wissen Berater und Bauern: „Das Auge kann täuschen“, wie bei der Erntefahrt betont wurde. Und noch eine Botschaft: Der Landkreis werde keine „Maiswüste“.

Georg Radlmaier, der in Seel zusammen mit seiner Frau Irmgard in der vierten Generation seinen Bauernhof betreibt, ist zuversichtlich: Waren 2015 die Futtererträge schlecht, so scheint 2016 ein gutes Jahr zu werden. Radlmaier, auf dessen Hof das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Erding gestern geladen hatte, ist ein gutes Beispiel dafür, wie es um die Getreidebestände im Landkreis Freising heuer bestellt ist: „Bisher standen das Jahr über die Bestände gut und top da“, beschrieb gestern Anton Mitterer vom AELF die Situation. Das große Aber: „Abgerechnet wird, wenn der Mähdrescher drüber fährt“, so wissen Mitterer und die Landwirte. Der optische Eindrück könne täuschen. 

Die Erträge bei der Gerste beispielsweise seien schlechter als erwartet, weil es zwar nicht sehr viel mehr als im 30-jährigen Mittel, aber von Oktober 2015 bis jetzt immer wieder und sehr beständig geregnet habe. Und: „Gerste mag keine nassen Füße.“ Angst haben die Landwirte auch, weil der „Krankheitsdruck“ auf das Getreide in diesem Jahr extrem hoch sei. Grund, wie ihn BBV-Kreisobmann Georg Schmid anführte: Der milde Winter habe dazu geführt, dass Pilze nicht abgestorben seien, die feuchte Witterung in diesem Jahr sei echtes „Schwammerlwetter“. Die Folge laut Mitterer: Die Landwirte greifen, um nicht den gesamten Ertrag aufs Spiel zu setzen, zu mehr Pflanzenschutz. Das freilich treibe die Kosten in die Höhe – und das bei Gertreidepreisen, die ohnehin schon nicht kostendeckend seien. Rücklaufig ist der Anbau vom Mais im Landkreis, wie Mitterer berichtete: Auf nur noch 9655 Hektar wird heuer Mais angebaut – das sind knapp 400 Hektar weniger als in 2015. Spitzenreiter beim Ackerbau ist der Winterweizen mit einer Anbaufläche von 11 038 Hektar im Landkreis. Auf Platz drei folgt die Wintergerste (4104 Hektar). 8455 Hektar werden im Landkreis als Dauergrünland genutzt – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. 

Mitterer und das AELF geben angesichts dieser Zahlen Entwarnung: Der Landkreis werde „keine Maiswüste“, sondern sei eher auf dem Weg zu einer „Getreidehochburg“. Dinkel oder auch Leguminosen wie Sojabohnen und Erbsen führten mit jeweils nur wenigen hundert Hektar Anbaufläche noch eher eine Art „Nischendasein“. Anders ist das beim Hopfen: Mit 2065 Hektar sei der Landkreis Freising an der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt beteiligt.

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