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ine Bürgerbeteiligung habe es beim Projekt Transgourmet bisher gar nicht gegeben, monierte Jürgen Weichert (stehend). Ein Bürgerentscheid sei daher unumgänglich.

Transgournee! legt nochmal nach

„Gigantisch und monströs“

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Freising - Die BI Transgournee! legte jetzt mit einer Pressekonferenz nach. „Verharmlost und verniedlicht“ werde von den Befürwortern das Projekt von Transgourmet in den Clemensängern. Die Gutachten zur Ansiedlung des Food-Logistikers mit seiner „Monsterhalle“ in Lerchenfeld seien „extrem unzureichend“ und „höchst angreifbar“.

Drei Wochen vor dem Bürgerentscheid darüber, ob der Bebauungsplan Clemensänger Ost II so geändert werden darf, dass eine Ansiedlung von Transgourmet möglich wäre, haben die Bürgerninitiative TransgouNEE! und die Unterstützer deutlich gemacht, weshalb sie erbittert gegen das Projekt ankämpfen. Markus Kelnhofer, einer der Sprecher von TransgourNEE!, listete unter der Überschrift „verharmlost und verniedlicht“ fragliche Ergebnisse der Gutachten auf, die doch sehr „bestellt“ wirkten. 

Für ihn sei es „unfassbar“, wie lange über so ein „Minidetail“ wie die Fassade des 277 Meter langen und 91 Meter Bauwerks beraten worden sei. In Kelnhofers Augen sei das „völliger Unsinn“ und ein reines „Ablenkungsmanöver“. Denn daran, dass der Transgourmet-Bau „gigantisch und monströs“ sei, ändere auch die Fassade nichts. 

Dem Argument der Befürworter, die Clemensänger seien ein Gewerbegebiet, in das eben auch Gewerbe gehöre, begegnete Kelnhofer so: So ein Klotz gehöre in einen Industrie- oder Logistikpark. Und: Die Ansiedlung von Transgourmet käme einem „Dammbruch“ gleich. Beweis: Die Stadt verhandele schon mit Deutsche See, dem nächsten Groß-Logistiker, wie aus einem Bericht im Handelsblatt hervorgehe (wir haben berichtet). Ziel der Bürgerinitiative und ihrer Unterstützer (Bund Naturschutz, VCD, Grüne, Linke und ÖDP) sei es, dass der gültige Bebauungsplan umgesetzt werde und man regionalen Firmen mit hochwertigen Arbeitsplätzen die Ansiedlung ermögliche – „ohne Monostrukturen“, so Kelnhofer. 

Sein BI-Kollege Jürgen Weichert warnte davor, dass ein Ja zu Transgourmet eine völlige Neuausrichtung der Ansiedlungspolitik in Freising bedeute – und zwar wahrlich nicht hin zum Guten. Weichert kritisierte, dass es „eine Bürgerbeteiligung gar nicht gegeben hat“. Der Bürgerentscheid sei deshalb eben „die ultima ratio“, um zu verhindern, dass Freising „eine Vorgestern-Stadt“ werde statt einer „Übermorgen-Stadt“. Die Neufahrner, die Transgourmet eine Absage erteilt haben, hätten erkannt, dass Logistik für sie keine Zukunft habe, so Manfred Drobny (BN und Grüne). Und ÖDP-Stadtrat Ulrich Vogl sagte, es sei besser, die noch freien Flächen sukzessive in den kommenden Jahren zu vermarkten als auf einen Schlag alle freien Gewerbeflächen loszuwerden. Weitere Infos gibt es in dem Faltblatt an alle Freisinger Haushalte und im Internet (ja-zu-freising.de).

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