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Stolz auf ihr Gesamtkunstwerk waren die beteiligten Jugendlichen. Insgesamt machten 27 Einzelpersonen und vier Gruppen mit. 

Graffiti in der Bahn-Unterführung

Kunst-Galerie statt öde Betonröhre

Zu einem echten Hingucker ist die Unterführung unter der Ottostraße (ehemaliger Bahnposten 15 die Verbindung von Heilig-Geist-Gasse und Erdinger Straße) geworden – dank eines Graffiti-Gesamtkunstwerks.

Freising Viele junge Künstler haben sich kräftig ins Zeug gelegt, um das Unterqueren der viel befahrenen Verkehrsader, die Lerchenfeld und „die Stadt“ trennt, zu einer kleinen Kunst-Tour zu machen. Das Projekt, das aus einer Initiative des Freisinger Jugendstadtrats heraus entstanden ist, erhielt bei der offiziellen Vorstellung am Donnerstag Abend Lob von allen Seiten.

Die vielen farbenfrohen Bildstrecken seien eine „Bereicherung für die Bürger“, sagte Kulturreferent Hubert Hierl. Die beiden Vertreter des Jugendstadtrats, Philomena Böhme und Valentin Schmid, erklärten den Gästen ihre Beweggründe. „Wir vom Jugendstadtrat haben beim Agenda- und Sozialbeirat der Stadt Freising einen Antrag auf diese Verschönerungsaktion gestellt“. Es habe sie „schon lange gestört, dass die alten Graffiti schon so verdreckt waren.“ Nachdem „grünes Licht“ geben war, habe man im Vorfeld des Projekts einen Wettbewerb ausgeschrieben. Von der Kindergartengruppe über die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Freising (SFZ), der Realschulen sowie der Gymnasien seien Entwürfe eingereicht worden. Nachdem die schönsten Motive ausgewählt worden waren, konnte man an die Umsetzung gehen. 27 Einzelpersonen und vier Gruppen haben sich insgesamt auf der Wandfläche verewigt.

Eine tolle Gemeinschaftsaktion haben sich die Schüler des Sonderpädagogischen Zentrum ausgedacht. „Wir haben an der Schule eine Schülerfirma, die viel mit Graffiti-Technik arbeitet“, berichtte Sonderschullehrerin Gabriele Murr. Gemeinsam hätten die unterschiedlichsten Klassen eine „Unterwasserwelt“ geschaffen. Fische, Seepferde und andere Meeresbewohner tummeln sich nun in der Unterführung. Celina, Evelyn, Erionay, Anja und Cutalin strahlten jedenfalls vor Stolz.

Ein anderer junger Künstler hat die Freisinger Skyline mit einer Isarwelle geschmückt und die Kinder einer Lerchenfelder Kindertagesstätte verschönerten die Unterführung mit einer Arche Noah. Eines jedenfalls wollten die jungen Stadträte ganz besonders herausstellen: Ohne die Unterstützung von Robert Zellner von der Stadtverwaltung, Fritz Andresen vom Freisinger Jugendzentrum und Bürgermeisterin Eva Bönig hätte man das alles nicht verwirklichen können. „Auch der Freisinger Bauhof hat uns sehr unterstützt“, bedankten sich die Jugendlichen.

Angeleitet wurden die jungen Graffiti-Künstler von den beiden Dozentinnen Angela Neumair und Jane Auer. „Es war eine reizvolle Aufgabe“ betonten diese. „Wir alle sind ein Stück zusammen gewachsen.“

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