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Hatschi! Der Winter begünstigt Erkältungen. Eine Grippewelle hat den Kreis aber noch nicht überrollt.

Die Saison geht von Oktober bis Mai

Grippefälle im Kreis Freising: Ärzte erklären, was am besten zur Vorsorge hilft

Die kalte Jahreszeit bringt auch dieses Mal für viele Landkreisbürger wieder die üblichen Erkältungssymptome mit sich. Um gar nicht erst krank zu werden, haben die Ärzte im Kreis einige Tipps parat.

Landkreis – Draußen herrschen eisige Temperaturen, die Sonne scheint einem nur noch selten ins Gesicht, und der Schnee bedeckt mittlerweile die ganze Region. Die kalte Jahreszeit bringt auch dieses Mal für viele Landkreisbürger wieder die üblichen Erkältungssymptome mit sich. Um gar nicht erst krank zu werden, haben die Ärzte im Kreis einige Tipps parat.

Ob man im Kreis Freising derzeit überhaupt von einer Grippewelle sprechen kann? Dr. Lorenz Weigl, der das Freisinger Gesundheitsamt leitet, berichtet von bisher sieben gemeldeten Fällen. Dabei müsse man jedoch unterscheiden: Es gebe den grippalen Infekt, der sich in den typischen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen äußere, und es gebe die echte Influenza. Gegen Letztere könne man sich am besten durch eine Impfung schützen.

Ende Februar bis Anfang März häufen sich die Erkrankungen

„Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 38 gemeldete Grippefälle“, sagt Weigl. „Die Saison geht von Oktober bis Mai. Ende Februar bis Anfang März häufen sich üblicherweise die Erkrankungen noch einmal“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamts. Dass dieses Jahr bislang so wenige Menschen an einer Grippe leiden, scheine mit der Welle im vorherigen Jahr zusammenzuhängen. „Die Leute sind aufmerksamer. Außerdem verändern sich die Viren, die über die Nordhalbkugel zu uns kommen, in manchen Jahren nur geringfügig, sodass viele schon dagegen geschützt sind.“ Seine Tipps für den optimalen Schutz: „Am besten helfen die Klassiker: Hände oft genug waschen, viel an die frische Luft gehen, Bewegung, eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Wechselduschen oder ein Besuch in der Sauna“, empfiehlt Weigl.

Dr. Lorenz Weigl berichtet von bislang sieben gemeldeten Grippefällen.

Auch die Apotheken werden in den Wintermonaten häufig aufgesucht. Der Andrang hält sich laut Silvia Tüllmann, Inhaberin der Stadt-Apotheke in Freising, aber bisher noch in Grenzen. „Eigentlich ist genauso viel los wie die vergangenen Jahre. Nur mit Lieferschwierigkeiten haben wir seit dem neuen Jahr zu kämpfen.“ Nach Tüllmanns Worten ließen einige bestimmte Antibiotika und Impfstoffe auf noch sich warten, weil die Verpackungen der Medikamente mit neuen Sicherheitscodes versehen werden sollen.

Mit Hausmitteln kann man nichts falsch machen

Welche Mittel den nervigen Husten oder die schniefende Nase am effizientesten bekämpfen, kann auch die Inhaberin der Freisinger Stadt-Apotheke so pauschal nicht sagen. „Wir gehen individuell auf jeden Kunden ein, wägen dann ab, wie schlimm beispielsweise der Infekt ist. Hausmittel empfehlen wir aber in der Regel immer. Damit kann man nichts falsch machen.“

Dr. Georg Miedl rät – besonders an kalten Tagen – zu viel Schlaf und Ruhe.

Dieser Meinung schließt sich Dr. Georg Miedl an. Der Ärztesprecher im Kreis Freising erklärt: „Es gibt eine breite Palette an Kräutern und Teesorten, mit der man sich vor dem oder eben während des Winters ausstatten kann.“ Der Mediziner betont: „Die Welt wird immer schneller, der Mensch jedoch bleibt gleich. Deswegen sollte auf ausreichend Schlaf und Ruhe besonders an den kalten Tagen nicht verzichtet werden.“

Seine Praxis sei zwar derzeit knackig voll, zum Jahr davor sei es aber kein Vergleich. „Seit die Vierfachimpfung von der Krankenkasse übernommen wird, ist auch die Nachfrage danach gestiegen. Doch Miedl stellt klar: Obwohl mehr Leute gegen die Grippe geimpft seien, „haben wir trotzdem viel zu tun“. Mia Sellmair

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