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Und noch ein Packerl für die Aktion: Den Mitarbeiter von Humedica freute es – und die vielen Kinder auch. 

Grosse Packerl-Spendenaktion am Marienplatz

Freising, Stadt mit Herz

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Seit 15 Jahren gibt es die Weihnachtspäckchenaktion „Geschenke mit Herz“ der Hilfsorganisation Humedica. Und jedes Jahr ist eine Stadt in Bayern die zentrale Weihnachtspäckchenstadt.

Freising – In diesem Jahr war es Freising. Und die Freisinger machten dieser Wahl alle Ehre: Weit über 1000 Kinder und Erwachsene versammelten sich gestern Abend auf dem Marienplatz, um ihre Weihnachtspäckchen abzugeben. Freising, die Große Kreisstadt mit Herz.

Der Humedica-Laster ging allmählich in die Knie. Denn sein großer Laderaum füllte sich nach und nach mit den Päckchen, die die Freisinger für Not leidende Kinder vor allem in Osteuropa gepackt und beschriftet hatten. Erst waren es rund 450 Kindergartenkinder, die sich vor der Laderampe des Lkw drängelten, um ihr Geschenk mit Herz loszuwerden. Dann war es eine aus rund 400 Kindern gebildete Menschenkette vom Dom-Gymnasium hinab auf den Marienplatz, die weitere Päckchen von Hand zu Hand reichten, bis sie von den Humedica-Mitarbeitern in Empfang genommen wurden. Diesen großen Zuspruch fand nicht nur Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher „fantastisch“, der sich „dankbar“ zeigte, dass heuer Freising die Humedica-Weihnachtspäckchen-Stadt sein durfte. Dieses starke Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft wurde schließlich durch das Bayerische Fernsehen und die eine oder andere Live-Schaltung nach Freising hinaus in die Welt getragen.

Video: So lang war die Menschenkette

Während Päckchen für Päckchen in den Laster wanderte, konnte man nicht nur am Humedica-Stand die Glühwein-Saison eröffnen, sondern wurde auch durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm made in Freising unterhalten: Auf der großen Bühne vor dem Rathaus gaben sich das Singer-Songwriter-Duo Apollon’s Smile, eine Bläsergruppe der Musikschule, der Kinderchor der Musikschule und die Kinderkantorei der Freisinger Dommusik sowie schließlich Luz amoi die Mikrofone in die Hand. Und dann hatte auch noch Kabarettist Wolfgang Krebs den Weg nach Freising gefunden, um mit seinem Namen die Hilfsaktion zu unterstützen.

Als nach zwei Stunden der Laster voll war, als der Geruch von Kinderpunsch und Pommes den Marienplatz eingehüllt hatte, endete die Aktion. Die Freisinger hatten bewiesen, dass sie auch schon sechs Wochen vor Weihnachten ein Herz für die Armen der Gesellschaft haben.

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