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Große Pläne hat der neue Kreisbrandrat Manfred Dann er (r.), der die Nachfolge von Heinz Fischer (l.) antritt. Landrat Josef Hauner gratulierte zur Wahl.

Manfred Danner (45) gewählt  

Die großen Pläne des neuen Kreisbrandrats

Freising – Vor einigen Tagen ist Heinz Fischer 63 geworden. Und weil das Feuerwehrgesetz da eindeutig ist, musste er an diesem Tag sein Amt als Kreisbrandrat niederlegen. Seit Freitagabend haben die Floriansjünger nun einen anderen „Chef“: Manfred Danner (45) heißt der neue KBR des Landkreises. Und der hat sich viel vorgenommen.

Danner war, wie berichtet, der einzige Bewerber um das Amt, wie auch Landrat Josef Hauner am Freitagabend bei der Wahl sagte. 81 Kommandanten von 85 Feuerwehren des Landkreises waren in den großen Sitzungssaal des Landratsamts gekommen, um einen neuen „Motivator, Organisator und Moderator“ zu wählen, wie Hauner die Rolle und Funktion eines Kreisbrandrats beschrieb. Für 3940 aktive Feuerwehrleute (darunter 69 Frauen und 750 Atemschutzträger) ist der KBR im Landkreis zuständig. Er hat die Gemeinden und den Landkreis zu beraten und zu unterstützen, muss die Feuerwehren besichtigen und für die Ausbildung sorgen.

Der Mann, der sich das in der Nachfolge von Heinz Fischer zutraut und (bei sieben Gegen- mit 74 Ja-Stimmen) am Freitag gewählt wurde, heißt Manfred Danner. Danner, von Beruf Energiegeräteelektroniker, ist seit 1993 am Forschungsreaktor in Garching angestellt, dort seit 2001 Kontrollschichtleiter und Brandschutzbeauftragter. Seit 30 Jahren ist er bei der Feuerwehr Thonstetten, war von 2003 bis 2015 dort 2. Kommandant, von 2002 bis 2015 außerdem Kreisjugendwart. Er ist Atemschutzträger, Gerätewart und und und, wie er seinen Kollegen in der Vorstellungsrede berichtete.

Danners Anliegen und Ziele: Da ist als Erstes der Erhalt der kleinen Ortsfeuerwehren – auch unter dem Gesichtspunkt einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Da ist als Zweites die Jugendarbeit und Nachwuchsgewinnung. Da ist aber auch ein neuer Standort für das derzeit in Zolling angesiedelte Feuerwehrausbildungszentrum: Der Landkreis sollte ein zentral gelegenes Grundstück erwerben, auf das zunächst die neue Brand-Containeranlage umsiedeln solle. Danach sollte dort ein Neubau für die Atemschutzwerkstatt und noch später eine auch als Fahrzeughalle nutzbare Übungshalle errichtet werden, so der Plan des neuen KBR. Zudem will Danner die Lehrgänge bedarfsgerecht erweitern.

Weil er die Tätigkeit als Kreisbrandrat neben seinem Beruf ehrenamtlich ausführen werde, er also wegen seines Berufs nicht immer abkömmlich und erreichbar sein werde, brauche er „fachspezifische Stellvertreter“, die ihn in diesen Fällen vertreten können. Will heißen: Die Aufgaben in der Kreisbrandinspektion werden neu verteilt.

All das überzeugte offenbar die große Mehrheit der anwesenden Kommandanten: Danner erhielt 91,36 Prozent Zustimmung bei der Wahl.

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