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Riesen-Interesse: Die Vorträge bei der "Existenz 2016" waren ausgebucht.

Gründermesse in Freising

Das ist der Weg zum eigenen Chef 

Freising -  Der Schritt in die Selbstständigkeit muss gut vorbereitet sein. Wie man das meistern kann, wurde auf der „Existenz 2016“ am Samstag vermittelt. Viele Besucher hatten schon ganz konkrete Pläne zum Durchstarten als eigener Chef.

Der Aktions- und Informationstag für Existenzgründer und Jungunternehmer der Region Erding-Freising zog Hundert von Interessierte in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Dort gab es geballte Informationen von Experten und Mitarbeitern der IHK. Gründungsformalitäten, die Erstellung eines Businessplans, Rechtstipps, steuerliche Fragen oder öffentliche Finanzierungshilfen: die Liste der Vorträge war lang, die den zukünftigen eigenen „Chefs“ als „Leitfaden für den Erfolg“ an die Hand gegeben wurde. Die meisten, die gekommen waren, hatten schon ganz konkrete Pläne mitgebracht, wie etwa eine 30-jährige Arzthelferin aus Freising. Die junge Frau will nach Beendigung ihres Angestelltenverhältnisses „nahtlos“ durchstarten, und zwar als Altenbetreuerin Kochen, Waschen, Bügeln oder Ausflüge für Senioren organisieren. Ein junges Pärchen aus dem Landkreis Freising verriet, sich in der KFZ-Branche selbstständig machen zu wollen. Derzeit absolviere er die Meisterprüfung, sagte der junge Mechaniker. Eine 32-jährige Betriebswirtin aus Freising will zukünftig berufliche und private Interessen miteinander vereinbaren können. Als Mutter zweier kleiner Kinder will sie nach erfolgreichem Studium der Betriebswirtschaft selbstständig in der Unternehmensberatung tätig zu sein. Dass die Geschäftsidee auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein solle, gab Landrat Josef Hauner in seiner Begrüßung zu bedenken. Die kreative Idee alleine, reiche dazu nicht aus. 1390 Neugründungen habe man in der Region Freising-Erding 2015 verbuchen dürfen, betonte Hans-Joachim Jäger vom IHK-Gremium. Das seien 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele nützten auch die Möglichkeit einer Unternehmensgründung im Nebenerwerb. Sonja Gehring (IHK) hatte Informationen zu Formalitäten in der Startphase mitgebracht. Existenzgründer seien häufig dem Risiko ausgesetzt, unvollständige oder falsche Informationen zu erhalten, die den Schritt in die Selbstständigkeit gefährden könnten. Die Expertin ermunterte die künftigen Jungunternehmer, die Angebote der Wirtschaftsförderung in der Region Erding-Freising auch außerhalb der Messe anzunehmen. Einmal im Monat biete die IHK kostenloses Beratung im Freisinger Landratsamt an. Auch die Handwerkskammer für München und Oberbayern böten zweimal wöchentlich eine kostenlose Beratung in der Geschäftsstelle am Clemensängerring 25. Denn, wie hatte es Landrat Josef Hauner eingangs betont: „Die Gründung klein- und mittelständischer Unternehmen stärkt die vielfältige Wirtschaftsstruktur der Region und trägt einen bedeutenden Teil zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes bei.“

Maria Martin

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