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Zu sehen ist die „Gipfeltreffen“-Schau noch bis zum 19. Januar im Verwaltungsgebäude in der Amtsgerichtsgasse. Bereits bei der Eröffnung war das Interesse der Freisinger an ihren Stadt-Bergen groß. Foto: Lehmann

Freisings grüne Hänge

Freisings Berge - ein einzigartiges Markenzeichen

„Grün in der Stadt ist mehr als Farbe. Es lebt. Es ist bunt. Es duftet.“ Mit diesem Zitat von Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, beginnt die Infobroschüre zu einem umfangreichen Projekt, dem sich die Stadt Freising momentan annimmt: Freisings grüne Hänge. Das Ganze steht unter dem Motto „Gipfeltreffen – wie Freisings Berge das Stadtbild prägen.“ Vorgestellt und für die Freisinger zugänglich gemacht werden die Thematik und die Ergebnisse detaillierter Feinuntersuchungen im Rahmen einer Ausstellung, die noch bis zum 19. Januar im Verwaltungsgebäude in der Amtsgerichtsgasse zu sehen ist.

Freising– Hier wird am Stadtmodell vorgestellt, wie die grünen Hänge abgegrenzt wurden. Die verschiedenen Funktionen des urbanen Grünraum können auf Stellwänden nachgelesen werden. Eröffnet wurde die Ausstellung am Montagabend von Planungsreferent Franz Bernack, der aktiv an den Arbeiten rund um Freisings Grün beteiligt war.

Den einhergehenden Konflikt verglich er in seiner Eröffnungsrede mit dem Denkmalschutz: „Das Projekt ist sehr spannend. Wir müssen zwischen Erhalt und Bau vermitteln. Jeder findet geschützte Grünflächen in seiner Stadt schön – aber eben nur, solange man nicht auf genau dieser Grünfläche ein Eigenheim errichten will. Eben ganz ähnlich, wie jeder den Denkmalschutz wichtig und alte Gebäude nett findet. Außer man wohnt in einem und will die Fensterläden streichen.“

Auch über die Funktion der grünen Hänge, die sich aus der westlichen Hangkante Mitterfeld, dem Schafhof, dem Biernerberg, dem bekannten Weihenstephaner Berg, dem Lankesberg, dem Domberg, dem Holzer Berg und dem Tuchinger Berg zusammensetzen, klärte Bernack in seiner Rede auf: „Die urbanen Grünflächen haben zahlreiche wichtige Aufgaben. Nicht nur, dass die Allgemeinheit ein Recht auf Stadtgrün als Naherholungsgebiet hat. Auch das Stadtklima und somit die Gesundheit jedes einzelnen wird durch die Natur mitten in der Stadt beeinflusst.“ Selbstverständlich müsse der Lebensraum für eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen beachtet und berücksichtigt werden, ebenso die Bodenbefestigung durch die Wälder, die die grünen Hänge bedecken. Und, was man nicht vergessen dürfe: „Sie sind ein markantes Merkmal unserer Stadtsilhouette“, sagte Bernack. „Sie sind ein einzigartiges Markenzeichen unserer Stadt, das unbedingt erhalten bleiben muss.“

Deshalb steht die Stadt mit Nachdruck hinter den drei gesetzten Zielen: Die grünen Hänge sichern, die grünen Hänge gestalten und entwickeln sowie die grünen Hänge fördern. Für ein gesundes und einzigartiges Stadtbild.

Bernack: Urbane Grünflächen haben zahlreiche, wichtige Aufgaben

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