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Der Süd-Steg würde Lerchenfeld in Höhe des Sportgeländes Savoyer Au (rechts unten) mit dem westlichen Isardamm – und damit mit dem P+R-Parkplatz und Bahnhofsareal ( links oben) verbinden. 

Hängebrücke über die Isar noch umstritten

Der Steg im Süden wackelt noch

Im ersten Anlauf war das Projekt Isarsteg Süd vor vier Jahren gescheitert. Jetzt folgt der zweite Anlauf. Aber erneut gibt es hohe Hürden – und es regt sich Widerstand.

Freising Im April 2013 hatte der Planungsausschuss erfahren, wie der Siegerentwurf für den südlichen Isarsteg aussah. Doch realisiert wurde bisher nur der nördliche Isarsteg (Höhe Luitpoldanlage). Doch jetzt wagt man, nachdem der südliche Isarsteg nicht als Leader-Projekt umgesetzt werden konnte, einen neuerlichen Versuch. 125 Meter lang würde die Hängebrücke werden, die Lerchenfeld in Höhe der Savoyer Au mit dem Seilerbrückl (und damit mit dem Bahnhof und den Schlüterhallen) verbinden würde. Um an Förderungen heranzukommen, so trug Rüdiger Jürgens vom Tiefbauamt den Stadträten vor, müsste der Steg allerdings einige Anforderungen erfüllen: Anders als ursprünglich geplant müsste er wegen der zu erwartenden hohen Frequentierung durch Radfahrer nicht drei, sondern vier Meter breit sein. Er müsste – auch wenn das in einem FFH-Gebiet wie den Isarauen eigentlich untersagt sei – beleuchtet sein, und weder die Zuwegungen noch das Bauwerk selbst dürften, um behindertengerecht zu sein, Steigungen mit mehr als sechs Prozent aufweisen. Vor allem die Breite habe Auswirkungen auf die Kosten: Von 1,75 auf 2,25 Millionen Euro würden sich die reinen Baukosten erhöhen. Planungskosten (rund 400 000 Euro), Kosten für Wegeanbindungen, Rampen und Beleuchtung seien da noch gar nicht eingerechnet. Grundsätzlich waren die Stadträte in der Mehrzahl dem Projekt gegenüber positiv eingestellt: Ulrich Vogl (ÖDP) sprach dem Steg eine „verkehrlich herausragende Bedeutung“ zu und auch OB Tobias Eschenbacher war überzeugt davon, dass dieser Steg noch viel besser genutzt werde als der nördliche. Robert Weller (FW) zweifelte allerdings, ob der Steg hier richtig platziert sei. 300 Meter weiter südlich, dann ende er seiner Ansicht nach nicht „im Nichts“. Die genaue Lage werde nochmals überprüft, sagte der OB zu. Karl-Heinz Freitag (FW) fragte sich, ob man wirklich die Mehrkosten für einen breiteren Steg in Kauf nehmen solle, nur um an Fördermittel heranzukommen. Doch der OB betonte, „wenn, dann g‘scheit“.

Die einzige Gegenstimme für den Beschlussvorschlag, den Steg vier Meter breit planen zu lassen und die Möglichkeit einer Beleuchtung zu prüfen, kam von Manfred Drobny (Grüne): Im Vergleich zum Nutzen seien der Eingriff in das Natura 2000-Gebiet zu massiv und die Kosten zu hoch. Für Eschenbacher war klar: Über Alternativen könne man reden, aber „die Nullvariante ist für mich keine Lösung.“

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