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Die Reihen der Rockfans waren dicht geschlossen auf dem Marienplatz. Die Rock Klassiker haben magnetische Wirkung.

Freisings Kult-Open-Air

Die Helden des Rock ließen den Marienplatz beben

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Kein Altstadtfest, aber die Rock Klassiker! Am Freitagabend bebte der Marienplatz. Die Freisinger Rockszene gab sich ein Stelldichein – und die Massen sangen mit: „La-la-lei“ und „Oh-oh-oh“.

Freising Marc Anderton coverte The Clash. „Should I stay or should I go“ sang er. Die Antwort war klar: Stay! Bleiben. Denn wer ging, der versäumte an jenem Freitagabend ein Open Air Konzert, das dem wirklichen und echten und wahren Rock huldigte. Er versäumte die All Star Rock Klassiker 2018, jene Kultveranstaltung auf dem Marienplatz, die wieder einmal für die älteren Semester die Rock-Giganten der 60er bis 80er wieder auferstehen ließ und für die jüngere Generation den Zugang zu ehrlicher, handgemachter Musik eröffnete.

Sie ritten die softe Welle: Apollon’s Smile sangen Simon & Garfunkel.

Wenn Yogi Lang und Kalle Wallner ihre Kollegen rufen, dann kommen die zuhauf, festigen den Kultcharakter des Open Air-Festivals, das die Stadtjugendpflege stets am Vorabend des Altstadtfestes auf die Beine stellt. Es brodelte am Marienplatz, die Reihen der Rockfans waren dicht geschlossen. Ein kühles Bier in der Hand, die andere in die Höhe gereckt, mitwippend, tanzend und mitsingend – so haben am Freitag die Freisinger ihre Rock-Heroes gefeiert.

Nachdem mit Bob Eberl und Lisa Fitzek beziehungsweise Ralf Richards & Band zwei Singer Songwriter-Formation den lauen Sommerabend eröffnet hatten, ging man so richtig in die Vollen: Elke Hausmaninger – eine von diesen grandiosen Rockröhren auf der Bühne – gab mit „Piece of my heart“ die Janis Joplin, David Bowie wurde wieder zum Leben erweckt, aber auch der Geist von Tom Petty schwebte über dem Marienplatz. Da übernahmen Hannes Sammann und Helge Köckert Mikro, Harp und die Leadgitarre und versetzten die Zuhörer mit gaaanz heftigem Bluesrock in Verzückung. Aber auch „Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum, The Band und Bob Dylan kamen zu ihrem Recht. Und ohne die Jumpin‘ Jacks Günther Janovsky und Wolfgang Beck und die Rolling Stones geht natürlich an so einem Abend gar nichts.

Kultig: Norbert Bürger (r.) und der Herr der Finsternis. zz

Die ganze Bandbreite dessen, was sich da um die feste, geniale Band auf der Bühne formierte, lässt sich mit zwei Auftritten am besten beschreiben: Da war Apollon’s Smile, die mit zwei Welthits von Simon & Garfunkel die softe Welle der Rock Klassiker ritten, und da waren kurze Zeit später Gitarrenhero Nobert Bürger und der Herr der Finsternis, die erst den „Sweet Transvestite“ aus der Rocky Horror Show ganz furchtbar famos interpretierten und eine musikalisch einwandfreie Parodie auf Black Sabbath gaben (inklusive künstlichem Hühnerblut).

Ob soft und sanft, ob hart und heftig – das Publikum war immer voll mit dabei, sang „Oh-oh-oh“ bei „Mrs. Robinson“ genauso mit wie „I’m just a sweet Transvestite“. Kult und Rock kennen eben keine Grenzen. Wie hatte Marc Hanow dem Publikum in Anspielung auf ein berühmtes Konzert von Simon & Garfunkel bestätigt? „Der Central Park in New York ist ein Dreck dagegen.“

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