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Freising: Hier werden Werksfeuerwehrler ausgebildet - bald aber nur noch bayerische

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Seit 2012 gibt es an der Freisinger Berufsschule eine Ausbildung, die bayernweit einzigartig ist: Werkfeuerwehrmann kann man da werden. Seitdem dieser Ausbildungsberuf eingeführt wurde, steigen die Schülerzahlen.

Freising – 2016/2017 beispielsweise waren es 66 Auszubildende in drei Klassen – in jeder Jahrgangsstufe eine. So weit, so gut. Doch seit diesem Schuljahr werden neben den 69 Auszubildenden aus Bayern auch elf Azubis aus Baden-Württemberg zum Feuerwehrmann ausgebildet, sodass es heuer erstmals zwei Klassen in der zehnten Jahrgangsstufe gibt. 

Das Problem: Nicht nur die meisten Azubis aus Bayern benötigen eine Unterkunft, sondern auch die elf Schüler aus dem Ländle. Und das kostet den Landkreis nicht nur Geld, sondern das Personal auch viel Energie und Zeit. Denn Unterbringungsmöglichkeiten zu finden, ist schwer – gerade auch weil die Zukunft der Deula ungewiss ist. Nun hat das Kultusministerium Baden-Württemberg sogar angefragt, ob die Kollegen in Bayern einer dauerhaften Aufnahme der angehenden Werkfeuerwehrler aus dem Ländle in Freising zustimmen würden. Die Kreisräte haben das am Donnerstag abgelehnt.

Im nächsten Schuljahr, so steht schon jetzt fest, werden weitere 15 junge Leute aus BW nach Freising kommen, um hier zum Werkfeuerwehrmann ausgebildet zu werden. Landrat Josef Hauner und die Landkreisverwaltung sehen das Problem, dass dies überhand nehmen könne. Man werde die bereits angemeldeten Azubis aus dem benachbarten Bundesland selbstverständlich bis zum Ende der Ausbildung beschulen, müsse dann aber „einen Pflock einschlagen“, wie es Hauner formulierte. Und auch Birgit Mooser-Niefanger (FSM) forderte, man müsse „jetzt ganz klar Stop sagen“. Josef Niedermair (CSU) will dem ebenfalls „einen Riegel vorschieben“ – und zwar bevor man mit dem Neubau der Berufsschule beginne. 

Freie Wähler und Grüne wollen Azubis aus Baden-Württemberg halten

Doch dieser Vorschlag war im Schulausschuss des Landkreises nicht unumstritten: Hans Sailer (FW), selbst Lehrer an der Berufsschule, sagte, die Beschulung von Azubis aus Baden-Württemberg sei gut für das Image der Freisinger Berufsschule. Und ob man nicht prüfen solle, ob das Nachbarland nicht die Kosten für die Azubis übernehme? Und auch Eva Bönig (Grüne) appellierte, dass man doch für solche Fälle irgendeine Regelung finden müsse. Dennoch: Der Vorschlag der Verwaltung, über das Schuljahr 2019/2020 hinaus dauerhaft keine Azubis aus Baden-Württemberg aufzunehmen, wurde mit 9:5 Stimmen angenommen. Dass man die bereits angemeldeten Jugendlichen noch bis zum Ende der dreijährigen Ausbildungszeit beschult, wurde einstimmig beschlossen.

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Am Rande der Diskussion kam etwas ans Tageslicht, was nicht nur Bönig seltsam fand: War 2012, als der Ausbildungsberuf eingeführt wurde, mit der Flughafen München GmbH ein Kooperationsvertrag zur fachpraktischen Ausbildung der angehenden Werkfeuerwehrler am Airport geschlossen worden, so finde inzwischen der Großteil der fachpraktischen Ausbildung an der Feuerwehrschule in Geretsried statt, hieß es. Erstaunter Kommentar Bönigs: „Aha!“ 

Andreas Beschorner

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